Könnecke, Ole – Anton und das Weihnachtsgeschenk

Könnecke, Ole Anton und das Weihnachtsgeschenk ISBN 978-3-446-23095-8 Hanser

Könnecke, Ole
Anton und das Weihnachtsgeschenk
ISBN 978-3-446-23095-8
Hanser

Inhalt:

Eigentlich wollte Anton nur einen Spaziergang durch den verschneiten Wald machen. Aber plötzlich fällt ihm ein Paket vor die Füße. Und oben über den Wipfeln huscht der Schlitten des Weihnachtsmanns vorüber. Auweia! Jetzt wartet wohl irgendwo ein Kind vergeblich auf sein Geschenk. Das darf nicht sein! Anton muss den Weihnachtsmann einholen! Über Berg und Tal geht es, durch tiefe Schluchten und dunkle Wälder … Wie merkwürdig: Je länger die Verfolgungsjagd dauert, desto mehr nähert sich Anton seinem Zuhause. Das Geschenk wird doch nicht etwa für ihn sein? Endlich eine Weihnachtsgeschichte mit dem liebenswerten Anton!

Meine Meinung:

Durch Zufall fand ich dieses Buch im Weihnachtsregal meiner Stadtbücherei. Zunächst misstrauisch, Weiterlesen

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Kaaberbol, Lene: Wildhexe – Band 2: Die Botschaft des Falken

Kaaberbol, Lene Wildhexe Die Botschaft des Falken Band 2 ISBN 978-3446245143 Hanser

Kaaberbol, Lene
Wildhexe
Die Botschaft des Falken
Band 2
ISBN 978-3446245143
Hanser

Inhalt:

Clara hat eine ganz besondere Verbindung zur Natur, denn sie verfügt über den Wildsinn und kann mit Tieren sprechen. Sie ist eine Wildhexe. Bei den anderen Hexen ist sie, seit sie bei der Feuerprobe ihre Magie unter Beweis gestellt hat, akzeptiert, aber in der Schule wird sie rücksichtslos gemobbt. Nur ihr Wildfreund, der schwarze Kater Kat, und ihr Mitschüler Oscar halten zu ihr. Gemeinsam werden die drei von einem geheimnisvollen Turmfalken in ein Haus gelockt. Dort hält die alte Hexe Chimära seltsame Geschöpfe gefangen Das zweite spannende Abenteuer der sympathischen Wildhexe.

Meine Meinung:

Das hört sich jetzt dramatisch an – aber: Wieder fließt Blut am Anfang, im ersten Band wurde Clara vom „Kater“ gekratzt, im Band 2 „krallt“ der Falke sie aus Versehen (?) in den Arm, als sie auf dem Balkon in der neuen Wohnung ihres Vater steht. Es kommt mir so vor, als würde Clara zu ihrem eigenen Schutz so „gezeichnet“ werden, und man darf dahingehend gespannt sein, welche Aufgabe ihr Freund Oskar hat, mit dem sie im Kindesalter schon „Blutsbrüderschaft“ praktiziert hatte.

Clara, die sich mit Shanaia im Park treffen sollte, findet diese schwer verletzt vor. Sie bringt Shanaia über die „wilden Wege“ zu Ihrer Tante Isa, und zum ersten mal ist Oskar mit dabei.

Es stellt sich heraus, das Shanaia von Claras Feindin Chimära angegriffen wurde. Chimära, die, wie sie herausfinden, sich jetzt sogenannte „Sklaventiere“ hält. Diese Tiere haben keinen eigenen Willen mehr, sondern hören nur noch auf das, was Chimära sagt.

Clara hat sich seit dem ersten Band nicht wirklich weiterentwickelt. Sie selber denkt, sie hat einfach nur Glück gehabt, als sie Chimära im ersten Band besiegt hat. Auch in der Schule ist sie weiterhin klein und schüchtern. Als Shanaia sie um Hilfe bittet, lehnt sie ab, weil sie nicht glaubt, dass sie ihr helfen kann und sich überfordert fühlt. Oskar hingegen redet Clara ins Gewissen, Oskar glaubt an Clara, glaubt, dass Clara es schaffen kann. Es kommt zu einem Freundschaftsbruch, als Oskar kurze Zeit später in der Schule einem Freund von Claras „Superkräften“ erzählt. Clara ist bitter enttäuscht.

Als Oskar, Tante Isa und Shanaia von Chimära entführt werden, muss Clara handeln. Sie wandelt über die wilden Wege nach Vestmark, dem zu Hause von Shanaia und muss gleich einen ersten Angriff von Chimäras Sklaven-Wildhunden überstehen und ahnt nun, was es mit „Viridians Blut“ auf sich hat. Nachdem sie ins Haus gelangt ist, befreit sie Chimäras Tochter aus einem Käfig, und ich vermute, dass dieser „Tochter“ sicherlich noch eine Aufgabe in den Folgebänden zukommt. Sie findet alle ihre Freunde, Oskar und Shanaia, und natürlich Tante Isa gefangen in einem Raum im Haus wieder. Leider tappt Clara auch in die Falle und wird durch dunkle Magie an einen anderen Ort katapultiert, wo sie sich ihrer ärgsten Feinden, Chimära, alleine stellen muss.

Aber Clara gewinnt mit Hilfe einiger Wildhexen-Ahnen das Duell mit Chimära, die daraufhin mal wieder verschwindet. Shanaia bleibt in Vestmark, ihrem zu Hause, Tante Isa kehrt in den Wald zurück und Oskar und Clara versöhnen sich.

 

Zitat S.13: Weil sie eine Wildhexe ist, gilt für sie die Zeit der Natur und nicht irgendein Küchenwecker.

 Zitat S.22: Eine Wildhexe, die auf wilden Wegen wandern und jederzeit überall auftauchen kann, ein Wesen aus einer anderen Welt, in der man nicht den Bus wechseln oder mit dem Auto fahren muss, um von einem Ort zum anderen zu kommen

Fazit:

Alles in allem wieder schnell und einfach zu lesen. Auch wenn ich meinen würde, die „dunklen Mächte“ würden überhand nehmen, weil es einige gruselige, dunkle Textpassagen in dem Buch gibt. Spannend bis zur letzten Seite und ich liebe es besonders, wenn über die wilden Wege gewandert wird, das ist einfach sehr magisch. Clara sieht auf dem Cover noch sehr jung aus. Daher werden sich sicherlich jüngere Mädchen in der oft unsicheren Clara wiederfinden, und vielleicht wurde man auch schon mal von jemanden verraten/enttäuscht, wie Oskar von Clara, der das Geheimnis nicht für sich behalten konnte.

Ich bin gespannt, wie sich Clara weiterentwickelt und ob aus Ihrer Freundschaft zu Oskar nicht in ferner Zukunft mehr entstehen könnte.

Auch für mich als Erwachsene durchaus zu gut lesen.

 

Reihenfolge Wildhexe
Band 1 Die Feuerprobe
Band 2 Die Botschaft des Falken
Band 3 Chimäras Rache
Band 4 Blutsschwester
Band 5 Das Labyrinth der Vergangenheit
Band 6 Das Versprechen

 

 

 

 

Lene Kaaberbol – Die Wildhexe – Band 1: Die Feuerprobe

Lene Kaaberbol Die Wildhexe Band 1 – die Feuerprobe Hanser Verlag ISBN 3-446-24173-6

Lene Kaaberbol
Die Wildhexe
Band 1 – die Feuerprobe
Hanser Verlag
ISBN 3-446-24173-6

Inhalt:

Als Clara von einem schwarzen Kater angefallen wird, tritt ihre besondere Begabung zutage: Sie hat den Wildsinn und kann mit Tieren sprechen. Ihre Tante Isa lehrt sie, ihren Instinkten zu vertrauen und ihre Verbindung zur Natur zu nutzen. Doch je stärker Claras Fähigkeiten werden, desto bedrohter fühlt sich eine der alten Hexen, Chimära. Sie verlangt, dass sich Clara der Feuerprobe stellt, die schon lange keine junge Wildhexe mehr bestanden hat. Der erste Band der preisgekrönten Abenteuer-Reihe erzählt von einem schüchternen Mädchen, das Selbstbewusstsein gewinnt, und einer Welt voller Magie.

Meine Meinung:

Das Cover hat mich auf den ersten Blick angesprochen. Dieses ernste Mädchen, die Katze, die unscharfen Konturen und die zurückhaltenen Farben.

Der Roman beginnt mit einem vermeintlichen Alptraum: Clara wird von einem riesigen Kater angefallen und verletzt. Bis dahin ist Clara ein normales, ruhiges und schüchternes Mädchen, auch in der Schule fällt sie kaum auf; wird dort aber wegen ihres Sandkastenfreundes Oscars mit „Verliebt-sein-Quatsch“ geärgert. Ihre Eltern leben getrennt, Clara ist es gewöhnt.

Ein paar Tage später stellt sich heraus, der Alptraum war kein Alptraum, Clara wird krank und ihre Mutter fährt sie seltsamerweise zu ihrer Tante (die sie bis dahin nicht kannte) anstatt zum Arzt. Auf dem sehr abgelegenen Hof ihrer Tante Isa erfährt Clara, dass sie eine Wildhexe ist. Sie kann es nicht fassen und sträubt sich auch etwas, diese Gabe anzunehmen.

Wieder zu Hause passiert ein merkwürdiger Unfall, bei dem Clara und Oskar verletzt werden. Nun beschließen alle, dass Clara zu ihrem eigenen Schutz zur Wildhexe ausgebildet werden soll und dafür ein paar Wochen bei Tante Isa bleiben muss. Dort lernt sie eine weitere Wildhexe kennen, ein Mädchen namens Kahla. Zu Anfang sind sie Konkurrentinnen, aber während Clara vier schwierige und lebensgefährliche Prüfungen überstehen muss, werden sie zu Freundinnen.

Die magische Geschichte bietet viele Identifikationsmöglichkeiten für Mädchen aus den Bereichen Schule, Freundschaften und Tiere. Clara werden viele Bezugspersonen und Bezugstiere mit auf den Weg gegeben: Ihr Sandkastenfreund Oskar, nach anfänglichen schwierigen auch Kahla, Tante Isa, der Hund Tumpe, die Stute Stjerne und nicht zuletzt besagter Kater aus dem Alptraum: Clara ist nicht allein auf Ihrem Weg von einem schüchternen Mädchen zur mutigen Wildhexe.

Fazit:

Die Geschichte hat eine einfache Sprache, ist schnell zu lesen und kann so auch „nicht-so-oft-Leserinnen“ zwischen 10-13 Jahren empfohlen werden. Mir hat die Idee dieser Geschichte sehr gut gefallen, ich hätte mir nur gewünscht, sie wäre noch etwas ausgeschmückt und vielleicht in einer etwas blumigeren und schnörkeligeren Sprache geschrieben worden. Es ist also noch „Luft nach oben“ und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

 

Reihenfolge – Die Wildhexe
1. Band Die Feuerprobe
2. Band Die Botschaft des Falken
3. Band Chimäras Rache
4. Band Blutsschwester
5. Band Das Labyrinth der Vergangenheit
6. Band Das Versprechen

Palacio, Raquel J. – Wunder

Palacio, Raquel J. Wunder ISBN 978-3-446-24175-6

Palacio, Raquel J.
Wunder
ISBN 978-3-446-24175-6

Inhalt:

August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist – wie August.

 

Meine Meinung:

Ein Buch aus dem Hanser-Verlag mit dem angegebenen Alter für Kinder von 10-12 Jahren. Ich finde: ein starkes Buch, dass JEDER Erwachsene, und unbedingt alle Eltern lesen sollten. Die Geschichte wird in einer sehr einfachen kindergerechten Sprache und in vielen, sehr kleinen Kapitel erzählt. Das ist sehr übersichtlich und ich hatte das Buch in vier Stunden gelesen, nicht ohne das ein oder andere „Tränchen“ zu vergießen. Ein Buch so schrecklich schön und doch so mit Hoffnung und Mut gefüllt.

Ich habe beschlossen, das erste Kapitel in Auszügen für euch abzuschreiben:

„Ich weiß, dass ich kein normales zehnjähriges Kind bin. Ich meine klar, ich mache normale Sachen. Ich esse Eis. Ich fahre Fahrrad. Ich spiele Ball. Ich habe eine X-Box. Solche Sachen machen mich normal. Innerlich. Aber ich weiß, dass normale Kinder nicht andere normale Kinder dazu bringen, schreiend vom Spielplatz wegzulaufen. Ich weiß, normale Kinder werden nicht angestarrt, egal, wo sie gehen.

Wenn ich eine Wunderlampe finden würde und einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, ein normales Gesicht zu haben, das nie jemanden auffallen würde. Ich würde mir wünschen, dass ich die Straße entlanggehen könnte, ohne dass die Leute diese Sachen machen, sobald sie mich sehen, dieses Ganz-Schnell-Woanders-Hinschauen. Ich glaube, es ist so: Der einzige Grund dafür, dass ich nicht normal bin, ist der, dass mich niemand so sieht.

…Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt, es ist schlimmer.“

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zunächst kommt August selber zu Wort, dann seine Schwester Via, seine Schulfreundin Summer, sein Schulfreund Jack, Justin -der Freund von Via, August nochmal und auch Miranda (Via‘s Freundin). Das hört sich jetzt vielleicht verwirrend an, ist es aber gar nicht. Besonders beeindruckt haben mich die Kapitel über Augusts Schwester Via und das seiner neuen Schulfreundin Summer. Zwei wunderbare Kinder!

Zum Schluss noch meine Meinung zum Cover: Wiedererkennung durch die Großbuchstaben in den runden Kreisen. Bunt. Der Junge der seinen Kopf mit einem Karton versteckt gerät für meinen Geschmack zu albern. Alles in allem ein auffälliges Cover, das mir allerdings nicht ganz so gut gefällt, aber dennoch durch seine bunten Farben und die Illustration positiv besetzt ist.

Fazit:

Nicolas Sparks wird auf der Innenseite zitiert, und ausnahmsweise stimme ich mit ihm überein: „Wunder … ist ein Wunder. August Pullmann wird man als Leser nicht wieder vergessen. Tun sie sich selbst den Gefallen und lesen sie dieses Buch.“

Und diese Aussage soll zugleich auch mein Fazit sein.

Unbedingt lesen! Sehr empfehlenswert !