Michelle Robinson (Autor) + David Roberts (Illustrator) – Bären beobachten

Michelle Robinson (Autor) David Roberts (Illustrator) Bären beobachten 978-3-8369-5894-3 Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor)
David Roberts (Illustrator)
Bären beobachten
978-3-8369-5894-3
Gerstenberg

Inhalt:

Kennen Sie die Unterschiede zwischen einem Schwarzbären und einem Braunbären? Nein? Sollten Sie aber. Zumindest, wenn Sie vorhaben, einmal einem Bären zu begegnen. Was bei der einen Bärenart ein guter Trick zur Rettung der eigenen Haut sein kann, wird bei der anderen Art als direkte Einladung zum Abendbrot verstanden. Warum ein blauer Plüschbär zwar eigentlich nichts in diesem ernsthaften Ratgeber zu suchen hat, am Ende aber hilfreicher ist als Pfefferspray, Kaugummi und Märchenbuch zusammen, das erzählt dieses unentbärliche – Verzeihung – unentbehrliche Buch. (Quelle: Gerstenberg)

Meine Meinung:

Ein ganz besonderes Buch, das mir durch seinen Titel und das Coverbild auffiel. Mir gefielen die gedeckten Farben in Herbst-Naturtönen, aber der Hauptprotagonist sah für mich im ersten Moment wie eine Konservendose aus. Witzig, dachte ich, und ungewöhnlich.

Das Bilderbuch hat den Untertitel „Ein Ratgeber für Anfänger“. Nach dem ersten Durchblättern war ich gleichzeitig enttäuscht und gespannt. Ich kann es schlecht erklären. Die Geschichte kam mir in diesem Sinn nicht wie eine Geschichte vor, sondern wirklich eher als Ratgeber. Eine Ratgeber-Geschichte. Der „Hauptprotagonist“ war gewöhnungsbedürftig, und auch die Illustrationen. Dennoch verspürte ich im ersten Moment, dass ich hier etwas ganz besonderes in den Händen hielt.

Aber von vorne: Die Geschichte erinnerte mich an Kanada oder an sonst ein waldreiches Land, in dem es noch Bären gibt. Denn der Ratgeber in Form dieses witzig-skurrilen Bilderbuches gibt Tipps zum Verhalten, wenn man auf einen Bären trifft. Diese sind nicht immer ernst gemeint, daher ist es auch kein richtiger Ratgeber. Alles klar?

Zudem wird der Unterschied zwischen Schwarzbär und Braunbär erklärt:

Zitat aus dem Buch: „Schwarzbären sind gefährlich und schwarz, Braunbären sind gefährlich und braun. Auch wenn Braunbären manchmal ein bisschen schwarz sein können und Schwarzbären ein bisschen braun.“

Keine Sorge, wenn sich das alles ein wenig verwirrend anhört. Diese Illustrationen sind genial anders als im restlichen Buch. Die Bären auf diesen zwei Seiten sind in brauner oder schwarzer Strichoptik gezeichnet, und im Hintergrund sieht man das karierte Zeichenpapier. Diese Strichoptik ist fabelhaft, das Fell der Bären bekommt so tatsächlich einen Strich, den man in einer Richtung entlang streicheln möchte.

Michelle Robinson (Autor) David Roberts (Illustrator) Bären beobachten 978-3-8369-5894-3 Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor)
David Roberts (Illustrator)
Bären beobachten
978-3-8369-5894-3
Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor) David Roberts (Illustrator) Bären beobachten 978-3-8369-5894-3 Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor)
David Roberts (Illustrator)
Bären beobachten
978-3-8369-5894-3
Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor) David Roberts (Illustrator) Bären beobachten 978-3-8369-5894-3 Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor)
David Roberts (Illustrator)
Bären beobachten
978-3-8369-5894-3
Gerstenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überhaupt sind die Illustrationen im Buch sehr vielseitig. Wie von den Bären berichtet einfach auf weißen Hintergrund in braun- oder schwarzer Strichoptik, wohingegen der Wald dichtgedrängt und sehr bunt ist. Indian Summer? Der Hauptprotagonist, ein kleiner Junge in Konservenform (so nenne ich es!) mit passender Konservenbüchse, äh, Rucksack. Oft gibt es nur weiße Hintergründe, was aufgrund der ausdrucksstarken und farbigen Illustrationen von Junge-Bär-Wald  überhaupt nicht auffällt. Man schlägt jede Seite auf und denkt „WOW“. Ich war auch irgendwie positiv fassungslos, weil mich jede Seite neu überrascht hat. Die Baumpilze oder der Fisch (Konservenfisch?) der plötzlich auftaucht, sind die I-Tüpfelchen. Der Schluss ist überraschend herzig.

Michelle Robinson (Autor) David Roberts (Illustrator) Bären beobachten 978-3-8369-5894-3 Gerstenberg

Michelle Robinson (Autor)
David Roberts (Illustrator)
Bären beobachten
978-3-8369-5894-3
Gerstenberg

Fazit:

Ein besonderes Buch, herrlich skurril. Nonsens, das macht aber nichts. Es gibt sehr wenig Text, aber die Illustrationen wirken großartig, machen die Geschichte. Sind einfach toll. Es ist  eigentlich keine richtige Geschichte so zum durchlesen. Der Text ist zwar passend, aber zu abgehackt und mit feiner Ironie. Zum Beispiel als der Junge einem Bären begegnet, steht im Buch „Du Glückspilz“. Ich bin mir nicht sicher, ob Kinder das verstehen werden. Die Geschichte kam mir fast wie ein witziger ironischer Comic vor. Darauf lässt auch manchmal der Text schließen: „Plopp“. „Lauf“.

Deswegen würde ich sie auch nicht zum Vorlesen mit einer größeren Kindergartengruppe nehmen. Der Text erzählt nicht unbedingt immer, was auf den Illustrationen zu sehen ist. Eigentlich ist das eine gute Sache, dafür müsste er aber ausführlicher sein. Hier wäre es leichter, man investiert vorher ein wenig Zeit um sich eine passende Geschichte auszudenken, denn ablesen funktioniert nicht. Oder was ich auch gerne mache, die Kinder anhand der Illustrationen selber erzählen lassen. Da kommen die interessantesten Geschichten dabei heraus.

Alles in allem würde ich persönlich das Buch am liebsten mit einem oder höchsten mit zwei Kinder anschauen und vorlesen. Die Illustrationen erzählen die Geschichte, vorlesen funktioniert nicht. Man sollte offen für neues, skurriles und Ironisches sein. Ich finde das Buch irgendwie genial und sehr besonders, sozusagen abseits des Mainstreams.

Link zum Buch/Verlag: https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836958943

 

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Socha, Piotr – Bienen

Socha, Piotr Bienen 978-3-8369-5915-5 Gerstenberg

Socha, Piotr
Bienen
978-3-8369-5915-5
Gerstenberg

Inhalt:

Willkommen im Reich der Bienen! Hier können wir die fleißigen Insekten aus der Nähe betrachten, in einen Bienenstock schauen und alles über das Imkern erfahren. Wer bei Bienen nur an den leckeren Honig denkt, wird staunen! Denn wer hätte gewusst, dass es Bienen schon seit den Dinosauriern gibt? Was es mit dem Bienentanz auf sich hat? Oder warum es ohne die Bienen weniger Äpfel gäbe? Ein wunderbar witziges Buch für große und kleine Bienenfreunde, das mit seinen fröhlich bunten, großformatigen Bildtafeln und vielen erstaunlichen Informationen die Geschichte von Mensch und Honigbiene erzählt. (Quelle Gerstenberg)

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass man hier einen wahren Bücher-Schatz in den Händen hält. Das Buch ist sehr groß, ca. 27x37cm und besticht durch seine Anordnung von außergewöhnlichen Illustrationen. Einfach herrlich. Der Leser und Betrachter wird Weiterlesen

Wegelius, Jakob – Sally Jones Mord ohne Leiche

Wegelius, Jakob Sally Jones Mord ohne Leiche 978-3-8369-5874-5 Gerstenberg

Wegelius, Jakob
Sally Jones Mord ohne Leiche
978-3-8369-5874-5
Gerstenberg

Inhalt:

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fado-Sängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeon-Virtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel. Ein virtuoses Spiel mit den Elementen des Abenteuerromans!

Meine Meinung:

Eigentlich mag ich keine Affen, aber  Weiterlesen

Koppe, Susanne – Versteckt ! – Entdeckt ?

Susanne Koppe Versteckt ! – Entdeckt ? 978-3836954600 (Achtung Größe: 15x15cm)!

Susanne Koppe
Versteckt ! – Entdeckt ?
978-3836954600
(Achtung Größe: 15x15cm)!

Inhalt:

Wolle, Watte, Wasserglas – im Gesicht versteckt sich was! Wer genau hinsieht, entdeckt in den bunten Collagen, Fotos und Zeichnungen die Gänseblümchen – Augen, die schicke Spaghettifrisur oder das Pfannkuchengesicht. Witzige Reime ergänzen das Versteckspiel für die Augen und machen es zu einem Vorlesevergnügen.

Meine Meinung:

Heute war ich in der Kita zum Vorlesen. Dieses Buch war der Knüller: „Versteckt – Entdeckt“ von Susanne Koppe, ein kleines praktisches Pappbilderbuch. Achtung: Bitte die Größe beachten, das Buch ist nur 15x15cm groß.

Aber der Inhalt – oho! Es ist kein Buch zum Vorlesen, sondern zum Erzählen, zum Entdecken, zum spielerischen Suchen und ich war bar erstaunt, wie viel Spaß den Kindern dieses Buch bereitet. Es wurde so viel gelacht und durcheinander gesprochen, ein Buch das Kinder im Kindergartenalter auf vielen Ebenen und mit vielen Emotionen anspricht. Das witzigste Bild in meiner heutigen Gruppe waren die Spaghetti-Haare.

Also, für eine große Gruppe wird eine „Vorlesung“ zu lange dauern und das handliche Format ist einfach zu klein. Ich habe es in einer kleinen Gruppe probiert, und am Schluss wurde es dann sehr sehr unruhig und die Kinder rückten immer näher an mich heran, weil sie die Bilder besser sehen wollten. Mein Tipp: Sich nur das halbe Buch vornehmen und wenn Kinder das Buch nacherzählen wollen (kommt bei meinen Vorlesungen immer vor), ist mein Vorschlag, jedes Kind darf 2 Bilder „erzählen“.

Eine gute Idee hätte ich auch an den Verlag: ich würde mir wünschen, diese Bilder gebe es einzeln in mindestens DIN-A5 Größe. Damit würden sich die Bilder leichter anschauen lassen. Oder als Kamishibai.

Fazit:

Die perfekte witzige Vorlesestunde. Wobei „vorlesen“ zu viel gesagt ist. Zu jeder Illustration/Fotomontage gibt es einen lustigen Reim. Das ist schnell „vorgelesen“, aber die Anschlusskommunikation wird dann erst richtig interessant.

Empfehlenswert !

Hessen, Martha – Hunde muss man nicht mögen

Heesen, Martha Hunde muss man nicht mögen ISBN: 978-3836957335

Heesen, Martha
Hunde muss man nicht mögen
ISBN: 978-3836957335

Inhalt:

Nenes Lieblingsplatz ist oben im Apfelbaum. Dort schmiedet sie zusammmen mit Coppe Pläne für ein Baumhaus. Doch dann hat der Nachbarsjunge einen Unfall, und als er endlich wieder aus dem Krankenhaus kommt, ist er nicht mehr derselbe. Das Baumhaus scheint er vergessen zu haben und alles dreht sich nur noch um Coppe und seinen neuen Hund Wolf.

An einem heißen Sommertag wird Wolf beim Baden im Fluss von der Strömung mitgerissen und verschwindet spurlos. In der Nacht hat Nene plötzlich eine Idee, wo der Hund sein könnte. Ganz alleine macht sie sich auf die Suche …

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Eifersucht, Angst und Vertrauen mit ausdrucksstarken Zeichnungen von Maja Bohn.

Meine Meinung:

Aufmerksam auf dieses Buch wurden mein Sohn und ich durch die Sendung „quergelesen“ im Kika (Kinder-Kanal ARD/ZDF).
Alleine der kongeniale Titel „Hunde muss man nicht mögen“ impliziert schon erste Anreize für eine eigenes „Kopfkino“.
Das Buch lässt sich für Kinder gut lesen, es gibt viele überschaubare Kapitel mit passenden Illustrationen, große Schrift und großer Zeilenabstand. Ein Buch auch für nicht so geübte Neunjährige Mädchen und Jungen. Das Lesealter wird vom Verlag für 9-11 Jährige empfohlen.
Die eindrückliche Geschichte handelt von einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen, einer Entfremdung dieser Freundschaft durch einen schweren Unfall, die Wiederannährung der Freundschaft durch Überwindung von Ängsten und das eingestehen einer Teilschuld und zum Schluss einer weiter und neu entwickelten Freundschaft.
In den ersten zwei Kapiteln hatte ich (als Erwachsene) das kleine Problem, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Das lag für mich vor allem daran, dass der Leser von null-auf-hundert in die Geschichte einsteigt und an die im ersten Moment ungewöhnlichen Namen Coppe, Daaf, Mila und Nene. Daran gewöhnt man sich aber schnell und zusammen mit den Illustrationen ergibt sich eine spannende Geschichte über die wunderbare Kinder-Freundschaft von Nene und Coppe.
Jetzt zum Inhalt:
In den ersten zwei Kapiteln ist die Welt zwischen den Nachbarskindern, der neunjährigen Nene und dem ein halben Jahr jüngeren etwas tollpatschigen Coppe, noch in Ordnung. Die beiden planen ein Baumhaus zu bauen: Dafür wird ein Plan gemalt und das Material überlegt („…Nein, Nägel in den Baum schlagen das geht nicht!“). Coppe weiß, wo ein Wellblech liegt, und zieht Abends in der Dunkelheit los, um jenes zu holen. Dabei wird er von einem Motorradfahrer angefahren und schwer verletzt. Über die Zeit im Krankenhaus erfährt der Leser nur wenig, und Nene ist „sauer“, weil sie so lange Zeit ohne ihren Freund auskommen muss.
78 ½ Tage später kommt Coppe aus dem Krankenhaus nach Hause und für Nene und Coppe ist nichts mehr, wie es mal war, ja, Coppe hat sogar vergessen, dass sie ein Baumhaus wollten. Für Nene sieht Coppe auch nicht mehr wie Coppe aus. Jetzt steht ein Junge mit Igelhaarfriseur und langer Narbe von Stirn bis an die Wange vor ihr. Nele umarmt Coppe, aber dieser ist so steif wie eine Holzpuppe.
Ein paar Tage vergehen, und von der alten Freundschaft gibt es keine „Spur“ mehr, im Gegenteil, als Coppe als Überraschungs-Geschenk von seinen Eltern einen Hund namens Wolf bekommt, ist für Nene endgültig alles aus. Nene hat Angst vor Hunden.
Nene ist im Dilemma mit sich selber, sie versteht nicht, warum jetzt alles anders ist mit Coppe, sie will es nicht akzeptieren. Sie ist eifersüchtig auf Coppes Hund, sie will Coppe für sich allein und mit niemanden teilen müssen, auch nicht mit einem Hund. Denn Coppe ist jetzt oft mit Wolf zusammen. Nene denkt, dass Coppe den Hund lieber mag als sie. Und auch in die Schule darf Coppe Wolf mitnehmen, weil er den Unfall hatte. Coppe steht im Mittelpunkt, ist bei seinen Mitschülern beliebt.
Mitten in der Geschichte ist Nene so weit, dass sie sich von Coppe zurück zieht. Sie fühlt sich ambivalent, sie mag den alten Coppe, aber mit dem neuen Coppe und Wolf „kann sie nicht“. Die Erwachsenen merken auch, dass etwas nicht stimmt, und drängen Nene dazu, mit Coppe zu spielen.
Auf diese Weise ergibt sich irgendwann tatsächlich eine Annährung an die alte Freundschaft. Coppe erkennt, dass Nene Angst vor Wolf hat.
Irgendwann, es ist ein heißer Sommertag, überträgt Coppes Mutter die Verantwortung an Nene, als es den Kinder langweilig wird und sie außerhalb des geschützten Gartens spielen wollen. Nene soll auf Coppe und Wolf aufpassen. Weil es so heiß ist, beschließen sie an den Fluss zu gehen.
Dort wirft Coppe ein Stöckchen in den Fluss, Wolf springt nach und wird von der Strömung abgetrieben und kommt zunächst nicht zurück oder wird gefunden.
Alle geben Nene die Schuld, da sie ja auf die beiden aufpassen sollte. Nachts quält sich sie sich mit Schuldgefühlen, und schließlich hat sie eine Idee, wo Wolf sein könnte. Heimlich schleicht sie sich frühmorgens aus dem Haus, und es folgt eine spannende Schilderung, wie Nene im Dunklen am Flussufer im „Wasserwald“ nach Coppe sucht und ihn nach langer Suche endlich findet. Sie ist so erleichtert, dass sie Ihre Hunde-Angst überwindet und Wolf unter Aufbietung aller ihrer Kräfte zu Coppe zurück bringt.
Es gibt einige interessante Details in dieser Geschichte, so z.B. dass Nene nachdem sie Wolf gerettet hat, in Badeschaum gebadet wird, der nach Geißblatt duftet.
Durch die Rettung von Wolf entwickelt sich zwischen den Kindern eine neue Freundschaft, und am Schluss werden wieder Pläne für das Baumhaus geschmiedet, dieses mal mit Hundeaufzug.

Fazit:

Eine starke Geschichte über Freundschaft und Mut. Für Jungen und Mädchen gut zu lesen, sehr empfehlenswert vor allem, für Kinder die Hunde mögen. Ich würde auch sagen, ein Buch für Wenig-Leser, da eine große Schrift, großer Zeilenabsatz und viele Illustrationen die Geschichte auflockern.
Für das Schulprogramm Antolin ist das Buch ab 4. Klasse angegeben.
Auf den vorletzten Seiten des Buches werden in wunderbarer Art und Weise Autor, Illustratorin und Übersetzer in kurzen Worten vorgestellt, was mir als bibliophiler Erwachsener sehr entgegen kommt und auf evtl. Anschlussliteratur verweist. Ebenfalls werden vier weitere Bücher vorgestellt.

Meinung von meinem Sohn:

Leseanreiz bot hier ganz klar der Hund. Weil: Natürlich muss man Hunde mögen! Anders geht doch gar nicht. Das jedenfalls sagt mein Hunde liebender Sohn.
So fand er es auch etwas dumm von Coppe, als dieser das Stöckchen in den tiefen Fluss warf, denn „es weiß doch jeder, dass Hunde dem Stöcken nachlaufen“. Auch mein Sohn würde seinen Lieblingshund gerne mit in die Schule nehmen, so wie im Buch Coppe Wolf mitnehmen durfte.
Ach ja, das Baumhaus war natürlich auch wunderbar, welches Kind hätte nicht gerne ein Baumhaus.
Das einzige Manko an diesem Buch: es war ihm zu lang zum lesen gewesen.