Budde, Nadia – Eins, zwei, drei, Tier

Budde, Nadia Eins, zwei, drei, Tier 978-3-87294-827-4 Peter Hammer Verlag

Budde, Nadia
Eins, zwei, drei, Tier
978-3-87294-827-4
Peter Hammer Verlag

Inhalt:

Dieses Pappbilderbuch ist genial einfach und ein großer Spaß schon für kleine Kinder. »Große Klasse, dieses Pappbilderbuch, in dem endlich mal keine Plüschentchen, Babyschnuller und Breitellerchen vorgeführt werden!« Buchmarkt

  • Deutscher Jugendliteraturpreis
  • Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis
  • „Die besten 7 Bücher“ Deutschlandfunk

 

Meine Meinung:

Beim Peter Hammer Verlag lohnt es sich immer, genauer hinzuschauen. Beim ersten „durchlesen“ des Buches war ich eigentlich nicht begeistert (wie immer eigentlich). Mir erschienen die einzelnen Worte wie „Benno, Eddi, Rolf, Wolf“ und auf der nächsten Seite „Groß, Mittel, Klein, Schwein“ irgendwie zu einfach, zu nichtssagend, auch wenn diese Worte in einzelne Illustrationen abgebildet wurden. Ich sah keinen Sinn.

Ich schaute das Buch wieder durch, und „befahl“ meinen Gehirn“, jegliches nützlich gewünschte Denken auszuschalten. Wir Erwachsene sind ja oft auf der Suche nach etwas lehrreichem oder sinnvollen. Deswegen nahm ich das Buch in den folgenden Durchgängen so wie es war, ohne Hintergedanken. Und dann funktioniert es auf einmal!

Fangen wir nochmal mit den ersten zwei gegenüber liegenden Seiten an. Auf der ersten Seite sind Menschen abgebildet und ein Wolf: Benno, Eddi, Rolf und Wolf. Auf der gegenüberliegenden Seite sind drei Wölfe und ein Schwein abgebildet: Groß, Mittel, Klein, Schwein. Ich merke gerade, dass ich hier etwas zu beschreiben versuche, was sich nur schlecht beschreiben lässt. Man muss es selber sehen, lesen, auf sich wirken lassen. Aber ich versuche es dennoch weiter: Zu den abgebildeten Menschen kann ich nicht so viel sagen, aber die Zähne zeigenden Wölfe erscheinen mir empört zu sein. Der Große ist auch der größte, der Mittlere eben der mittlere und der Kleinste halt der kleinste in der Runde. Und dann kommt das nachdenklich scheinende Schwein. Mir fällt der subtile Umstand auf, dass Wolf und Schwein „Fressfeinde“ sind.

Die nächste Doppelseite: Wir erinnern uns, die letzte abgebildete Figur auf der vorherigen Seite war ein Schwein. Und so geht es jetzt mit drei Schweinen und einer Maus weiter. Nur, dass diese an ihren Haaren erkennbar sind: Glatt, Lockig, Kraus, Maus. Sogar die Ringelschwänze sind entsprechend frisiert.  Auf der gegenüberliegenden Seite: drei Mäuse und eine Katze: Mit Hut, Mit Maske, Mit Fratze, Katze. Wiederrum ist die Katze die letzte im Bunde und ein Fressfeind der Mäuse.

Natürlich geht es auf der nächsten Doppelseite dann weiter mit  – Katzen: drei Katzen und ein Hund: Müde, Krank, Gesund, Hund. Gegenüberliegende Seite: drei Hunde und eine Ziege: Mit Schlips, Mit Kragen, Mit Fliege, Ziege.  Fressfeinde: Hund-Katze.

So und ähnlich geht es dann weiter, allerdings taucht das Thema „Fressfeinde“ nicht mehr so explizit auf. Ziege-Hase-Eule. Eule-Fisch-Biene, Biene-Schakal-Pferd, Pferd-Bär-Wir. Der Erzählrhythmus bleibt durchgehend erhalten und regt zur Nacherzählung an.

Fazit:

Am besten vergesst ihr meine statisch erscheinenden Beschreibungen zu diesem Buch. Am besten, ihr holt es euch selber und lasst es auf euch wirken. Es ist schwer zu beschreiben, weil es mit so vielen andern Sinnen zusammenhängt. Lesen (Rhythmik), sehen (skurril, ungewöhnlich) und gleich sausen die Informationen durch die Nervenbahnen um im Gehirn neue Verbindungen entstehen zu lassen. Die Gedanken sind frei. Das passiert nicht beim ersten mal, wenn man das Buch schaut. Bei erwachsenen Lesern braucht es Zeit, manche werden darin vielleicht so gar nichts entdecken können.

Für Leser, die unbedingt einen Sinn oder etwas Vernünftiges finden wollen: Das Buch vermittelt Wortschatzerweiterung, Grammatik (Nomen, Adjektive, Verben) und Anschlusskommunikation mit den Kleinsten. Wie sehen die Haare der Schweine aus? Glatt, Lockig, Kraus. Wie sehen die Katzen aus? Müde, Krank, Gesund.  Überhaupt die Hunde? Was haben sie an? Schlips, Kragen, Fliege. Die Hasen haben Verletzungen: Narbe, Schramme, Beule. Die Schakale: Nach links, nach rechts, Verkehrt.  Usw. Viele Wörter, viele Fragen.

Empfehlenswert !

Scheffler, Axel – Das Grüffelo Fühl-Bilder-Buch

Scheffler, Axel Das Grüffelo Fühl-Bilder-Buch 978-3407794772

Scheffler, Axel
Das Grüffelo Fühl-Bilder-Buch
978-3407794772

Inhalt:

Fühlen und Tasten gehören zu den wichtigsten Sinneserfahrungen für kleine Kinder. Nun gibt es endlich auch den Grüffelo zum Streicheln. Wie sich seine Hauer, die knotigen Knie oder die giftige Warze anfühlen, können kleine Pfoten hier ausprobieren. Ein Fühlbilderbuch mit unterschiedlichen Fühlelementen auf jeder Doppelseite.

Meine Meinung:

Heute habe ich in der Kita im Rahmen meiner Vorleseaktivität ein Buch aus der Stadtbücherei vorgelesen, das die Kinder zwar schon kannten (gibt es im Kindergarten-Buch-Regal), aber nicht in dieser Form: Und zwar den Grüffelo als Pappbilder-Fühl-Buch.

Das kam ziemlich gut an, konnten die Kinder doch den Grüffolo erfühlen: Die Zähne die sie „rauh“ (Sandschmirgelpapier) erfühlten, die Knie die „knotig“ waren, die grüne Warze war eklig und so fühlte sie sich auch an, die Stacheln aus Filz auf dem Rücken waren allerdings zu weich aber trotzdem eine gut Idee, und am Schluss schlief der Grüffelo und die Kinder konnten den Teddy-flauschigen Pelz streicheln.

Eine kleine „Aufgabe“ gab es am Schluss für die ganz mutigen Kinder: „Wer traut sich dem Grüffelo einen Gute-Nacht-Kuss zu geben?“. Also, in meiner Gruppe traute sich jedes Kind.

Ein schönes Buch um es den Kleinesten zu schenken. Empfohlen vom Verlag für ein Alter von 2-4 Jahren, dem stimme ich zu, wobei es bei der Altersgrenze nach oben keine Grenze gibt.

Fazit:

Ein schönes Fühl-Bilderbuch für die Allerkleinsten und sogar noch für die etwas älteren Kita-Kinder. Zum weiterlesen gibt es dann das Grüffelo Bilderbuch.

Empfehlenswert.