Harings, Audrey – Interview zu „Sharj und das Wasser des Lebens“

Harings, Audrey

Harings, Audrey

 

Guten Tag Frau Harings,

alles in allem hat mir Ihre fantasievolle Geschichte mit Sharj und José gut gefallen. Während des Lesens gingen mir ein paar Dinge zu Ihrer Person als auch zur Geschichte durch den Kopf. Gerne würde ich Ihnen ein paar Fragen stellen … Weiterlesen

Roeder, Annette – Die Krumpflinge: Egon schwänzt die Schule (Band 3)

Roeder, Annette Die Krumpflinge Egon schwänzt die Schule 978-3-570-17090-8 cbj

Roeder, Annette
Die Krumpflinge
Egon schwänzt die Schule
978-3-570-17090-8
cbj

Inhalt:

Egon ist schrecklich aufgeregt: Am nächsten Tag findet in der Krumpflingschule eine Prüfung statt! Um eine gute Note zu bekommen, muss sich jeder Schüler einen krumpflingfiesen Trick ausdenken. Und der wird dann vom Lehrer und der strengen Oma Krumpfling bewertet. Leider hat der freundliche Egon so gar keine Idee! Als er seinen Freund, den Menschenjungen Albi, um Hilfe bittet, schüttelt der eigentlich wohlerzogene Junge die bösen Einfälle nur so aus dem Ärmel. Das passt gar nicht zu Albi, findet Egon. Könnte es sein, dass jemand Albi üble Streiche spielt? Egon beschließt, seine Prüfung zu schwänzen und Albi in die Schule zu begleiten. Vielleicht braucht sein Freund ja Hilfe …

 

Meine Meinung:

Nachdem mich die beiden ersten Bände nicht so ganz überzeugt haben, gelang dies jedoch beim dritten Band.

Es spielen wieder die bekannten Protagonisten mit: Krumpfling Egon, seine Menschenfreunde Albi und Lulu, Krumpfling Schleimer Schorschi und die Krumpfling Oma. Überhaupt sind alle Krumpflinge bis auf Egon sehr hinterhältig veranlagt. Egon selber sieht sehr putzig und lieb aus, mit seinem verwuschelten Fell. Krumpflinge dürfen keine Menschenfreunde haben, deswegen ist die Freundschaft zwischen Albi, Lulu und Egon streng geheim, kein Krumpfling weiß etwas davon.

Auch Schimpfwörter fallen wieder: Schlafschlappi, Krautkümmelknorpel, Schnarschbarsch …

Wie alle Menschenkinder müssen auch die Krumpflinge in eine Schule. Egon langweilt sich dort furchtbar und muss sogar am nächsten Tag eine Prüfung ablegen. Die Noten in der Krumpfling Schule sind anders als bei Menschen, bei den Krumpflingen ist eine sechs die beste Note und eine eins die schlechteste. Schleimer Schorschi will, wie es auch im Menschenleben so ist, Egon zuvorkommen und schafft dies auch, aber am Schluss wird dennoch alles gut.

Auch Egons Menschenfreund Albi hat es nicht leicht, er wird in der Schule gemobbt, und wie es auch im echten Leben ist, verschweigt er es seinen Eltern. Lediglich seine beste Freundin Lulu weiß davon.

In diesem Buch geht es um das Thema Mobbing, das aber sehr „leicht“ behandelt wird. Manche Reaktion habe ich auch wieder nicht so ganz verstanden, bzw. da haben mir Emotionen gefehlt, z.B. als der gemeine Götz Albi ein Glas mit vielen Spinnen überschüttet. Da steht Albi einfach nur so da, ohne erkennbare Reaktion. Oder als Albi in der Schule als Strafe Kniebeugen machen muss. Ich dachte „Kniebeugen“??? Gibt es das heute noch? Wo es im zweiten Band zu pädagogisch zuging (als Lulus Vater den pädagogischen Spruch sagte), fehlt mir hier die Pädagogik, als die Lehrerin das Bild von Albi vor aller Augen in der Klasse zerreißt. Mir ist schon klar, dass dies der Dramatik für die jungen Leser gezollt ist, aber, sowas macht doch eine Lehrerin nicht.

Auch überzeichnet ist die artige Familie Artich, z.B. als Albis Mutter Albi das Frühstück mitgibt. Er darf entscheiden: Dinkelsemmel mit Frischkäse und Gürkchen oder Knäckebrot mit Sojasalami. Ziemlich korrekt, würde ich meinen. Diese Kurve wurde dadurch entschärft, dass später als Überraschung doch etwas anders in der Brotdose war.

Fazit:

Die Illustrationen sind wie bei den ersten zwei Bänden gut gelungen, das Cover macht neugierig. In diesem Band ging es um ein ernsteres Thema, dass aber dennoch witzig und leicht dargestellt wurde: Mobbing. In diesem Fall fand ich die einfache Sprache und den Humor ausbalanciert. Dies hat mir bei den ersten beiden Bänden gefehlt. Hier konnte ich auch zum Teil nachvollziehen, was meinem Sohn an dem Buch gefällt. Besonders die peinliche Situation mit der rosa Unterhose, also, das geht für Jungs gar nicht und war für alle lustig. Oder das Verstehen und Mitfühlen in einer anderen peinlichen Situation, als es bei Albi so aussah, als hätte er Pipi in die Hose gemacht. Für Mädchen sicherlich sehr eklig war der Spinnen-Streich.

Also, trotz der einfachen Sprache, hat mir bis jetzt dieser Band am besten gefallen. Auch wenn es weiterhin an emotionaler Tiefe fehlt, wurden dennoch viele Alltags-Situationen im schulischen Bereich angesprochen, oder besser, wie sie nicht vorkommen sollten.

 

Die Krumpflinge:

Band 1 – Egon zieht ein

Band 2 – Egon wird erwischt

Band 3 – Egon schwänzt die Schule

Band 4 – Egon taucht ab

Band 5 – Egon rettet die Krumpfburg

 

 

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Roeder, Annette – Die Krumpflinge: Egon wird erwischt (Band 2)

Roeder, Annette Die Krumpflinge Egon wird erwischt Band 2 978-3-570-15859-3 Cbj

Roeder, Annette
Die Krumpflinge
Egon wird erwischt
Band 2
978-3-570-15859-3
Cbj

Inhalt:

Nachdem Krumpfling Egon sich dem Menschenjungen Albert aus Versehen gezeigt hat, sind die beiden allerbeste Freunde geworden und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Doch dann funkt Lulu, das Nachbarsmädchen, dazwischen und lädt Albert zu sich nach Hause ein – natürlich ohne Egon! Der Krumpfling wird rasend eifersüchtig. Er schmiedet finstere Pläne und lässt nichts unversucht, seinen Spielkameraden wieder für sich allein zu haben. Doch natürlich kommt es auch diesmal anders, als Egon das geplant hat …

Meine Meinung:

Der zweite Band von den Krumpflingen, und das Cover lässt mich auf eine spannende Geschichte hoffen. Dem war dann aber nur bedingt so. Die Szene auf dem Cover kommt so im Buch nicht vor und ist eher symbolisch auf den Titel „Egon wird erwischt“ zu beziehen.

Wieder dabei sind Egon, der Krumpfling und sein Freund Albi Artig, das Nachbarsmädchen Lulu, Oma Krumpfling, der Schleimer Schorschi und Lulus Vater.

Die Geschichte habe ich als Erwachsene sehr schnell gelesen. Die Illustrationen sind sehr passend. Dennoch konnte mich wie im ersten Band der Text und einzelne Passagen nicht überzeugen.

Der Humor in der Geschichte kam für mich sehr „altbacken“ daher. Wenn z.B. Egon von seinen fiesesten Trick berichtet, Seife verschüttet zu haben und dann selber darin ausgerutscht ist. Oder als er in den Putzeimer springt. Oder das Schlaflied, das er für seine Oma singt:

Seite 15: Schlaf, Oma, schlaf, deine Mama war nie brav, dein Papi schwenkt den Maulbeerbaum, heraus haut’s einen Mordsalbtraum“ ….

Auch eine Wortverdrehung wie im ersten Band kommt vor, als Lulu anstatt kreativ karotiv sagt. Mag sein, dass Kinder das witzig finden.

Lulu lebt in einer modernen Familie, ihr Vater ist Künstler und Hausmann. Von daher kam dann auch die Idee während des „Vater-Mutter-Kind“ spielens mit Albi und einem Teddy, dass der „Vater“, also Albi, dem Kind/Teddy die Windel wechseln muss. Eine moderne Einstellung. Jungs werden sicherlich das Gesicht verziehen, ich kann mir allerdings nicht viele Jungs vorstellen, die da mitgespielt hätten. Also da ist Albi wirklich artig.

Der Erzählton in diesem Band ist ähnlich wie im ersten, oft ist die Geschichte pädagogisch. Zum Beispiel als Lulus Vater zu Albi sagt:

Zitat Seite 67: „Weißt du, Junge, Gewalt ist nie eine Lösung. Es gibt auch andere Wege, um seinen Aggressionen Ausdruck zu verleihen. Malen, zum Beispiel.“

Ich finde den Text für Erstklässler noch zu viel. Die typischen Erstlesebücher haben eine größere Schrift und mehr Illustrationen. Aber ab der zweiten Klasse kann man das Buch schon anbieten, und natürlich auch schon vorher vorlesen.

 

Fazit:

Mir waren der Text und die Aussagen zu dieser Geschichte oft zu altbacken, zu pädagogisch und zu unmodern (siehe Beispiele oben). Meiner Meinung nach kann der Text mit den Illustrationen nicht mithalten. Egon selber finde ich als Figur sehr niedlich. Schade nur, dass der Erzählton in der Geschichte einfach zu oberflächlich ist. Ähnliches habe ich auch schon zu Band 1 bemerkt.

Die Geschichte lässt sich als Lektüre nach den typischen Erstlesebüchern (meist 36 Seiten und viel Illustrationen) für Kinder einfach lesen, was Inhalt und Handlung angeht. Vorteilhaft sind die vielen Kapitel und die Illustrationen auf jeder Doppelseite. Für die anvisierte Altersgruppe von 6-8 Jahren ist der Inhalt passend, ich würde es ab dem zweiten Schuljahr empfehlen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder die Geschichte einfach witzig finden.

Meinen Sohn (9) dazu befragt, was ihm an den Krumpflingen und der Geschichte gut gefallen hätte, konnte er mir keine klare Antwort geben. „Es war schön, ich weiß nicht warum“. Wie bereits mit dem ersten Band erwähnt, hält er sich normal im „Star-Wars“ Universum auf und ich bin immer noch ganz ungläubig, dass er die Krumpflinge gerne liest.

 

Die Krumpflinge:

Band 1 – Egon zieht ein

Band 2 – Egon wird erwischt

Band 3 – Egon schwänzt die Schule

Band 4 – Egon taucht ab

Band 5 – Egon rettet die Krumpfburg

 

 

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Roeder, Annette – Die Krumpflinge: Egon zieht ein (Band 1)

Roeder, Annette Die Krumpflinge Band 1 – Egon zieht ein 978-3-570-15858-6

Roeder, Annette
Die Krumpflinge
Band 1 – Egon zieht ein
cbj 978-3-570-15858-6

Inhalt:

Die junge dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, geht viel zu freundlich miteinander um. Denn genau das wird für die Krumpflinge bald zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat …

Meine Meinung:

Auf dieses Buch wurde ich durch meinen 9-jährigen Sohn aufmerksam. Eigentlich hätte ich niemals gedacht, dass er, der sich überwiegend im Star-Wars-Universum aufhält, ein solches Buch wählen würde. Im Lesesommer 2015 der Büchereien war dieses hier jedenfalls das erste Buch, das er sich ausgeliehen hat. Und es hat ihm gefallen, denn seit dem liest er kontinuierlich alle nachfolgenden Bände.

Das Buch hat 88 Seiten und ist in viele kleine Lese-Kapitel eingeteilt. Es hat eine große Schrift und eine einfache Sprache.

Auf den ersten paar Seiten musste ich automatisch an die Olchis denken, allerdings stellt sich dann heraus, dass die Krumpflinge eine stark abgemilderte Form sind. Sie sind irgendwie „niedlich“, vor allem Egon mit seinem herzförmigen Fleck auf dem Fell.

Albi hat mir von den Illustrationen her auch gut gefallen, allerdings empfand ich ihn noch nicht als „Charakter“. Er bleibt oberflächlich. Ich konnte z.B. nicht viel über seine Gefühle lesen, als seine Eltern sich gestritten haben und er geweint hat. Das dieses nicht ausführlich hinterfragt wurde, kann auch an der Zielgruppe liegen und daran, einen überwiegend leichten und witzigen Text zu schreiben, und keine tiefgründigen Emotionen.

Albis Freundschaft mit den Nachbarskindern wird auch nicht näher erläutert.

Auch als Albi das erste Mal den Krumpfling Egon sieht, hätte ich viel mehr Überraschung auf Albis Seite erwartet oder auch ungläubiges Staunen. Denn es ist doch alles andere als alltäglich, wenn plötzlich ein Krumpfling vor einem steht. Vielleicht lag es aber an der fröhlich machenden Wirkung der Reste des Krumpftees, dass es Albi irgendwie egal war.

Die Abkürzung lol von der lol-Brause Seite 75 bedeutet: laughing out loud = laut lachen. Das musste ich nachschlagen, da ich diese Abkürzung noch nicht gekannt und gebraucht habe. Vielleicht geht es anderen ja eben so.

Hier ein paar der doch recht harmlosen Schimpfwörter aus dem Buch: Birnbaumblattundkäsekuchen, Batzbrezel, Quatschquark, Schnarchschnautze, albtraumschlimme Rüsselnase, übermüdete Stinkstiefel, Rotzpoplern, Dummblödel usw.

 

Fazit:

Eine Geschichte die einfach ist und witzig daherkommen will. Vielleicht liegt auch genau darin das Interesse der Kinder, die Geschichte ist locker-fluffig-leicht, so ganz ohne „Schwere“. Für die Zielgruppe der „ab 6-jährigen“ trifft dies zu. Über die langen Schimpfwörter können Leseanfänger noch „stolpern“, aber ansonsten ist es eher leicht zu lesen. Für 8/9-jährige „Wenig-Leser“ ist das Buch ein schneller und lustiger Leseerfolg.

Dennoch bleibt mir als Erwachsene die Geschichte zu blass und ohne Tiefgang, und es war auch stellenweise für mich zu gewollt albern. Wie schon oben erwähnt, hätte ich nicht gedacht, dass es meinem 9-jährigen Sohn gefallen würde. Da es dann aber doch der Fall war, war ich einfach froh, dass er überhaupt freiwillig ein Buch jenseits von „Star-Wars“-ähnlichem Inhalt las.

 

Die Krumpflinge:

Band 1 – Egon zieht ein

Band 2 – Egon wird erwischt

Band 3 – Egon schwänzt die Schule

Band 4 – Egon taucht ab

Band 5 – Egon rettet die Krumpfburg

 

 

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Kaaberbol, Lene: Wildhexe – Band 2: Die Botschaft des Falken

Kaaberbol, Lene Wildhexe Die Botschaft des Falken Band 2 ISBN 978-3446245143 Hanser

Kaaberbol, Lene
Wildhexe
Die Botschaft des Falken
Band 2
ISBN 978-3446245143
Hanser

Inhalt:

Clara hat eine ganz besondere Verbindung zur Natur, denn sie verfügt über den Wildsinn und kann mit Tieren sprechen. Sie ist eine Wildhexe. Bei den anderen Hexen ist sie, seit sie bei der Feuerprobe ihre Magie unter Beweis gestellt hat, akzeptiert, aber in der Schule wird sie rücksichtslos gemobbt. Nur ihr Wildfreund, der schwarze Kater Kat, und ihr Mitschüler Oscar halten zu ihr. Gemeinsam werden die drei von einem geheimnisvollen Turmfalken in ein Haus gelockt. Dort hält die alte Hexe Chimära seltsame Geschöpfe gefangen Das zweite spannende Abenteuer der sympathischen Wildhexe.

Meine Meinung:

Das hört sich jetzt dramatisch an – aber: Wieder fließt Blut am Anfang, im ersten Band wurde Clara vom „Kater“ gekratzt, im Band 2 „krallt“ der Falke sie aus Versehen (?) in den Arm, als sie auf dem Balkon in der neuen Wohnung ihres Vater steht. Es kommt mir so vor, als würde Clara zu ihrem eigenen Schutz so „gezeichnet“ werden, und man darf dahingehend gespannt sein, welche Aufgabe ihr Freund Oskar hat, mit dem sie im Kindesalter schon „Blutsbrüderschaft“ praktiziert hatte.

Clara, die sich mit Shanaia im Park treffen sollte, findet diese schwer verletzt vor. Sie bringt Shanaia über die „wilden Wege“ zu Ihrer Tante Isa, und zum ersten mal ist Oskar mit dabei.

Es stellt sich heraus, das Shanaia von Claras Feindin Chimära angegriffen wurde. Chimära, die, wie sie herausfinden, sich jetzt sogenannte „Sklaventiere“ hält. Diese Tiere haben keinen eigenen Willen mehr, sondern hören nur noch auf das, was Chimära sagt.

Clara hat sich seit dem ersten Band nicht wirklich weiterentwickelt. Sie selber denkt, sie hat einfach nur Glück gehabt, als sie Chimära im ersten Band besiegt hat. Auch in der Schule ist sie weiterhin klein und schüchtern. Als Shanaia sie um Hilfe bittet, lehnt sie ab, weil sie nicht glaubt, dass sie ihr helfen kann und sich überfordert fühlt. Oskar hingegen redet Clara ins Gewissen, Oskar glaubt an Clara, glaubt, dass Clara es schaffen kann. Es kommt zu einem Freundschaftsbruch, als Oskar kurze Zeit später in der Schule einem Freund von Claras „Superkräften“ erzählt. Clara ist bitter enttäuscht.

Als Oskar, Tante Isa und Shanaia von Chimära entführt werden, muss Clara handeln. Sie wandelt über die wilden Wege nach Vestmark, dem zu Hause von Shanaia und muss gleich einen ersten Angriff von Chimäras Sklaven-Wildhunden überstehen und ahnt nun, was es mit „Viridians Blut“ auf sich hat. Nachdem sie ins Haus gelangt ist, befreit sie Chimäras Tochter aus einem Käfig, und ich vermute, dass dieser „Tochter“ sicherlich noch eine Aufgabe in den Folgebänden zukommt. Sie findet alle ihre Freunde, Oskar und Shanaia, und natürlich Tante Isa gefangen in einem Raum im Haus wieder. Leider tappt Clara auch in die Falle und wird durch dunkle Magie an einen anderen Ort katapultiert, wo sie sich ihrer ärgsten Feinden, Chimära, alleine stellen muss.

Aber Clara gewinnt mit Hilfe einiger Wildhexen-Ahnen das Duell mit Chimära, die daraufhin mal wieder verschwindet. Shanaia bleibt in Vestmark, ihrem zu Hause, Tante Isa kehrt in den Wald zurück und Oskar und Clara versöhnen sich.

 

Zitat S.13: Weil sie eine Wildhexe ist, gilt für sie die Zeit der Natur und nicht irgendein Küchenwecker.

 Zitat S.22: Eine Wildhexe, die auf wilden Wegen wandern und jederzeit überall auftauchen kann, ein Wesen aus einer anderen Welt, in der man nicht den Bus wechseln oder mit dem Auto fahren muss, um von einem Ort zum anderen zu kommen

Fazit:

Alles in allem wieder schnell und einfach zu lesen. Auch wenn ich meinen würde, die „dunklen Mächte“ würden überhand nehmen, weil es einige gruselige, dunkle Textpassagen in dem Buch gibt. Spannend bis zur letzten Seite und ich liebe es besonders, wenn über die wilden Wege gewandert wird, das ist einfach sehr magisch. Clara sieht auf dem Cover noch sehr jung aus. Daher werden sich sicherlich jüngere Mädchen in der oft unsicheren Clara wiederfinden, und vielleicht wurde man auch schon mal von jemanden verraten/enttäuscht, wie Oskar von Clara, der das Geheimnis nicht für sich behalten konnte.

Ich bin gespannt, wie sich Clara weiterentwickelt und ob aus Ihrer Freundschaft zu Oskar nicht in ferner Zukunft mehr entstehen könnte.

Auch für mich als Erwachsene durchaus zu gut lesen.

 

Reihenfolge Wildhexe
Band 1 Die Feuerprobe
Band 2 Die Botschaft des Falken
Band 3 Chimäras Rache
Band 4 Blutsschwester
Band 5 Das Labyrinth der Vergangenheit
Band 6 Das Versprechen

 

 

 

 

Lene Kaaberbol – Die Wildhexe – Band 1: Die Feuerprobe

Lene Kaaberbol Die Wildhexe Band 1 – die Feuerprobe Hanser Verlag ISBN 3-446-24173-6

Lene Kaaberbol
Die Wildhexe
Band 1 – die Feuerprobe
Hanser Verlag
ISBN 3-446-24173-6

Inhalt:

Als Clara von einem schwarzen Kater angefallen wird, tritt ihre besondere Begabung zutage: Sie hat den Wildsinn und kann mit Tieren sprechen. Ihre Tante Isa lehrt sie, ihren Instinkten zu vertrauen und ihre Verbindung zur Natur zu nutzen. Doch je stärker Claras Fähigkeiten werden, desto bedrohter fühlt sich eine der alten Hexen, Chimära. Sie verlangt, dass sich Clara der Feuerprobe stellt, die schon lange keine junge Wildhexe mehr bestanden hat. Der erste Band der preisgekrönten Abenteuer-Reihe erzählt von einem schüchternen Mädchen, das Selbstbewusstsein gewinnt, und einer Welt voller Magie.

Meine Meinung:

Das Cover hat mich auf den ersten Blick angesprochen. Dieses ernste Mädchen, die Katze, die unscharfen Konturen und die zurückhaltenen Farben.

Der Roman beginnt mit einem vermeintlichen Alptraum: Clara wird von einem riesigen Kater angefallen und verletzt. Bis dahin ist Clara ein normales, ruhiges und schüchternes Mädchen, auch in der Schule fällt sie kaum auf; wird dort aber wegen ihres Sandkastenfreundes Oscars mit „Verliebt-sein-Quatsch“ geärgert. Ihre Eltern leben getrennt, Clara ist es gewöhnt.

Ein paar Tage später stellt sich heraus, der Alptraum war kein Alptraum, Clara wird krank und ihre Mutter fährt sie seltsamerweise zu ihrer Tante (die sie bis dahin nicht kannte) anstatt zum Arzt. Auf dem sehr abgelegenen Hof ihrer Tante Isa erfährt Clara, dass sie eine Wildhexe ist. Sie kann es nicht fassen und sträubt sich auch etwas, diese Gabe anzunehmen.

Wieder zu Hause passiert ein merkwürdiger Unfall, bei dem Clara und Oskar verletzt werden. Nun beschließen alle, dass Clara zu ihrem eigenen Schutz zur Wildhexe ausgebildet werden soll und dafür ein paar Wochen bei Tante Isa bleiben muss. Dort lernt sie eine weitere Wildhexe kennen, ein Mädchen namens Kahla. Zu Anfang sind sie Konkurrentinnen, aber während Clara vier schwierige und lebensgefährliche Prüfungen überstehen muss, werden sie zu Freundinnen.

Die magische Geschichte bietet viele Identifikationsmöglichkeiten für Mädchen aus den Bereichen Schule, Freundschaften und Tiere. Clara werden viele Bezugspersonen und Bezugstiere mit auf den Weg gegeben: Ihr Sandkastenfreund Oskar, nach anfänglichen schwierigen auch Kahla, Tante Isa, der Hund Tumpe, die Stute Stjerne und nicht zuletzt besagter Kater aus dem Alptraum: Clara ist nicht allein auf Ihrem Weg von einem schüchternen Mädchen zur mutigen Wildhexe.

Fazit:

Die Geschichte hat eine einfache Sprache, ist schnell zu lesen und kann so auch „nicht-so-oft-Leserinnen“ zwischen 10-13 Jahren empfohlen werden. Mir hat die Idee dieser Geschichte sehr gut gefallen, ich hätte mir nur gewünscht, sie wäre noch etwas ausgeschmückt und vielleicht in einer etwas blumigeren und schnörkeligeren Sprache geschrieben worden. Es ist also noch „Luft nach oben“ und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

 

Reihenfolge – Die Wildhexe
1. Band Die Feuerprobe
2. Band Die Botschaft des Falken
3. Band Chimäras Rache
4. Band Blutsschwester
5. Band Das Labyrinth der Vergangenheit
6. Band Das Versprechen