Napp, Daniel – Schnüffelnasen an Bord

Napp, Daniel Schnüffelnasen an Bord 978-3-522-17909-6 Thienemann

Napp, Daniel
Schnüffelnasen an Bord
978-3-522-17909-6
Thienemann

Inhalt:

Hubertus will nichts lieber sein als ein echter Polizeihund. Doch dazu muss er die beiden Juwelendiebe überführen, die ihn zuvor gemein mit einer Fleischwurst ausgetrickst haben. Die planen gerade ihren nächsten Coup – auf einem Luxusdampfer! Zum Glück hat Hubertus seinen Freund, den Floh Pock, an der Seite. Und gemeinsam sind sie die perfekten Schnüffelnasen.(Quelle Thienemann)

Meine Meinung:

Auf Daniel Napp wurde ich das erste Mal durch eine Weihnachtsgeschichte aufmerksam (Dr. Brumm feiert Weihnachten). Ich fand das Buch hat einen ganz besonderen Witz. Jedenfalls kommt man als Leser von einem ins andere und dieses Buch fiel mir wegen seines Covers und Titels auf und spontan beschloss ich, es zu kaufen.

Hubertus, ein „gelernter“ Polizeihund und eine der besten Weiterlesen

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Bauer, Michael Gerhard – Mein Hund Mister Matti (Illustrator Leonard Erlbruch)

Bauer, Michael Gerhard (Autor) Erlbruch, Leonard (Illustrator) Mein Hund Mister Matti 978-3-446-23886-2 Hanser

Bauer, Michael Gerhard (Autor)
Erlbruch, Leonard (Illustrator)
Mein Hund Mister Matti
978-3-446-23886-2
Hanser

Inhalt:

Mister Matti ist viel mehr als nur ein Hund. Er ist ein Held. Ganz egal, ob er den Jungen Corey unter tausend Jahrmarktbesuchern wiederfinden oder ihn nur vor gefährlichen Stofftieren beschützen soll. Matti ist außerdem gutmütig genug, sich von Coreys Schwester mit Lametta und Plastikohrringen schmücken zu lassen, und mit etwas Geduld lässt sich ihm auch beibringen, morgens die Zeitung zu holen – zum Missfallen des Vaters, der sie angesabbert in Empfang nehmen muss. Als Matti eines Tages Weiterlesen

Hessen, Martha – Hunde muss man nicht mögen

Heesen, Martha Hunde muss man nicht mögen ISBN: 978-3836957335

Heesen, Martha
Hunde muss man nicht mögen
ISBN: 978-3836957335

Inhalt:

Nenes Lieblingsplatz ist oben im Apfelbaum. Dort schmiedet sie zusammmen mit Coppe Pläne für ein Baumhaus. Doch dann hat der Nachbarsjunge einen Unfall, und als er endlich wieder aus dem Krankenhaus kommt, ist er nicht mehr derselbe. Das Baumhaus scheint er vergessen zu haben und alles dreht sich nur noch um Coppe und seinen neuen Hund Wolf.

An einem heißen Sommertag wird Wolf beim Baden im Fluss von der Strömung mitgerissen und verschwindet spurlos. In der Nacht hat Nene plötzlich eine Idee, wo der Hund sein könnte. Ganz alleine macht sie sich auf die Suche …

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Eifersucht, Angst und Vertrauen mit ausdrucksstarken Zeichnungen von Maja Bohn.

Meine Meinung:

Aufmerksam auf dieses Buch wurden mein Sohn und ich durch die Sendung „quergelesen“ im Kika (Kinder-Kanal ARD/ZDF).
Alleine der kongeniale Titel „Hunde muss man nicht mögen“ impliziert schon erste Anreize für eine eigenes „Kopfkino“.
Das Buch lässt sich für Kinder gut lesen, es gibt viele überschaubare Kapitel mit passenden Illustrationen, große Schrift und großer Zeilenabstand. Ein Buch auch für nicht so geübte Neunjährige Mädchen und Jungen. Das Lesealter wird vom Verlag für 9-11 Jährige empfohlen.
Die eindrückliche Geschichte handelt von einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen, einer Entfremdung dieser Freundschaft durch einen schweren Unfall, die Wiederannährung der Freundschaft durch Überwindung von Ängsten und das eingestehen einer Teilschuld und zum Schluss einer weiter und neu entwickelten Freundschaft.
In den ersten zwei Kapiteln hatte ich (als Erwachsene) das kleine Problem, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Das lag für mich vor allem daran, dass der Leser von null-auf-hundert in die Geschichte einsteigt und an die im ersten Moment ungewöhnlichen Namen Coppe, Daaf, Mila und Nene. Daran gewöhnt man sich aber schnell und zusammen mit den Illustrationen ergibt sich eine spannende Geschichte über die wunderbare Kinder-Freundschaft von Nene und Coppe.
Jetzt zum Inhalt:
In den ersten zwei Kapiteln ist die Welt zwischen den Nachbarskindern, der neunjährigen Nene und dem ein halben Jahr jüngeren etwas tollpatschigen Coppe, noch in Ordnung. Die beiden planen ein Baumhaus zu bauen: Dafür wird ein Plan gemalt und das Material überlegt („…Nein, Nägel in den Baum schlagen das geht nicht!“). Coppe weiß, wo ein Wellblech liegt, und zieht Abends in der Dunkelheit los, um jenes zu holen. Dabei wird er von einem Motorradfahrer angefahren und schwer verletzt. Über die Zeit im Krankenhaus erfährt der Leser nur wenig, und Nene ist „sauer“, weil sie so lange Zeit ohne ihren Freund auskommen muss.
78 ½ Tage später kommt Coppe aus dem Krankenhaus nach Hause und für Nene und Coppe ist nichts mehr, wie es mal war, ja, Coppe hat sogar vergessen, dass sie ein Baumhaus wollten. Für Nene sieht Coppe auch nicht mehr wie Coppe aus. Jetzt steht ein Junge mit Igelhaarfriseur und langer Narbe von Stirn bis an die Wange vor ihr. Nele umarmt Coppe, aber dieser ist so steif wie eine Holzpuppe.
Ein paar Tage vergehen, und von der alten Freundschaft gibt es keine „Spur“ mehr, im Gegenteil, als Coppe als Überraschungs-Geschenk von seinen Eltern einen Hund namens Wolf bekommt, ist für Nene endgültig alles aus. Nene hat Angst vor Hunden.
Nene ist im Dilemma mit sich selber, sie versteht nicht, warum jetzt alles anders ist mit Coppe, sie will es nicht akzeptieren. Sie ist eifersüchtig auf Coppes Hund, sie will Coppe für sich allein und mit niemanden teilen müssen, auch nicht mit einem Hund. Denn Coppe ist jetzt oft mit Wolf zusammen. Nene denkt, dass Coppe den Hund lieber mag als sie. Und auch in die Schule darf Coppe Wolf mitnehmen, weil er den Unfall hatte. Coppe steht im Mittelpunkt, ist bei seinen Mitschülern beliebt.
Mitten in der Geschichte ist Nene so weit, dass sie sich von Coppe zurück zieht. Sie fühlt sich ambivalent, sie mag den alten Coppe, aber mit dem neuen Coppe und Wolf „kann sie nicht“. Die Erwachsenen merken auch, dass etwas nicht stimmt, und drängen Nene dazu, mit Coppe zu spielen.
Auf diese Weise ergibt sich irgendwann tatsächlich eine Annährung an die alte Freundschaft. Coppe erkennt, dass Nene Angst vor Wolf hat.
Irgendwann, es ist ein heißer Sommertag, überträgt Coppes Mutter die Verantwortung an Nene, als es den Kinder langweilig wird und sie außerhalb des geschützten Gartens spielen wollen. Nene soll auf Coppe und Wolf aufpassen. Weil es so heiß ist, beschließen sie an den Fluss zu gehen.
Dort wirft Coppe ein Stöckchen in den Fluss, Wolf springt nach und wird von der Strömung abgetrieben und kommt zunächst nicht zurück oder wird gefunden.
Alle geben Nene die Schuld, da sie ja auf die beiden aufpassen sollte. Nachts quält sich sie sich mit Schuldgefühlen, und schließlich hat sie eine Idee, wo Wolf sein könnte. Heimlich schleicht sie sich frühmorgens aus dem Haus, und es folgt eine spannende Schilderung, wie Nene im Dunklen am Flussufer im „Wasserwald“ nach Coppe sucht und ihn nach langer Suche endlich findet. Sie ist so erleichtert, dass sie Ihre Hunde-Angst überwindet und Wolf unter Aufbietung aller ihrer Kräfte zu Coppe zurück bringt.
Es gibt einige interessante Details in dieser Geschichte, so z.B. dass Nene nachdem sie Wolf gerettet hat, in Badeschaum gebadet wird, der nach Geißblatt duftet.
Durch die Rettung von Wolf entwickelt sich zwischen den Kindern eine neue Freundschaft, und am Schluss werden wieder Pläne für das Baumhaus geschmiedet, dieses mal mit Hundeaufzug.

Fazit:

Eine starke Geschichte über Freundschaft und Mut. Für Jungen und Mädchen gut zu lesen, sehr empfehlenswert vor allem, für Kinder die Hunde mögen. Ich würde auch sagen, ein Buch für Wenig-Leser, da eine große Schrift, großer Zeilenabsatz und viele Illustrationen die Geschichte auflockern.
Für das Schulprogramm Antolin ist das Buch ab 4. Klasse angegeben.
Auf den vorletzten Seiten des Buches werden in wunderbarer Art und Weise Autor, Illustratorin und Übersetzer in kurzen Worten vorgestellt, was mir als bibliophiler Erwachsener sehr entgegen kommt und auf evtl. Anschlussliteratur verweist. Ebenfalls werden vier weitere Bücher vorgestellt.

Meinung von meinem Sohn:

Leseanreiz bot hier ganz klar der Hund. Weil: Natürlich muss man Hunde mögen! Anders geht doch gar nicht. Das jedenfalls sagt mein Hunde liebender Sohn.
So fand er es auch etwas dumm von Coppe, als dieser das Stöckchen in den tiefen Fluss warf, denn „es weiß doch jeder, dass Hunde dem Stöcken nachlaufen“. Auch mein Sohn würde seinen Lieblingshund gerne mit in die Schule nehmen, so wie im Buch Coppe Wolf mitnehmen durfte.
Ach ja, das Baumhaus war natürlich auch wunderbar, welches Kind hätte nicht gerne ein Baumhaus.
Das einzige Manko an diesem Buch: es war ihm zu lang zum lesen gewesen.