Wolff, Carola – Ausgerechnet Muse

Wolff, Carola
Ausgerechnet Muse
978-3-944788-46-3
Fabulus Verlag

Inhalt:

Die 17-jährige Apollonia Parker will frei und ungebunden sein. Sie träumt davon, mit ihrem Motorrad Bonnie durch Schottland zu fahren. Allerdings verfügt sie über eine Gabe, die sie besonders hasst: Sie ist wie ihre Mutter eine Muse. Apollonia hat aber keine Lust, sich an einen Künstler zu binden, diesen zu inspirieren und zu hätscheln. Als Nick ihr einen Song widmet, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Der junge, äußerst begabte Singer-Songwriter ist von Appolania ganz hingerissen. Doch der habgierige Konzernchef Viktor Tyrell ist gegen diese Verbindung. Er will Apollonias Gabe für seine Zwecke nutzen — und setzt die schwarze Muse Velika auf Nick an. (Quelle Fabulus Verlag)

Meine Meinung:

Wie immer ist das Cover erster Anziehungspunkt für mich gewesen. Man sieht es eigentlich auf den ersten Blick nicht, aber Weiterlesen

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Katie Scott + Kathy Willis – Das Museum der Pflanzen

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Inhalt:

Katie Scott ist die Meisterin der Naturillustrationen. Nach dem „Museum der Tiere“ und dem „Baum des Lebens“ erscheint nun ein einzigartiges Botanikum, in dem sie die prächtigsten Pflanzen unserer Erde gesammelt und fast fotografisch detailliert gezeichnet hat. Bäume und Sträucher, Palmen, Blumen, Gräser, Orchideen präsentieren sich in ihrer einzigartigen Schönheit und Vielfalt – und im unnachahmlichen Strich einer großartigen Künstlerin. (Quelle Prestel Verlag)

Meine Meinung:

Der Prestel Verlag gehört mit zu meinen Lieblingsverlagen, wenn es um schöne und besondere Bücher geht. Auch „Das Museum der Pflanzen“ gehört in diese Kategorie, genauso wie „Das Museum der Weltkulturen“ *hier Rezi*. Ein 37x27cm großes und schweres Buch mit einem wunderschönen floralem Cover. Das „Innenleben“ zieren Weiterlesen

Winnick, Judd – Hilo/Der Junge der auf die Erde krachte

Judd Winnick Hilo/Der Junge der auf die Erde krachte 978-3842030817 Popcom Hamburg

Judd Winnick
Hilo/Der Junge der auf die Erde krachte
978-3842030817
Popcom Hamburg

Inhalt:

Daniel Jackson Lim, D.J. genannt, kann nichts wirklich gut. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern, die entweder superschlau sind, großartig Tennis spielen oder grandios Ballett tanzen können. Der Zehnjährige wohnt in dem trostlosen Provinzkaff Berke County,wo nie etwas passiert. „Ich werde immer gleich bleiben“, sagt D.J. zu sich selbst. Doch eines Tages passiert etwas, das D.J.s eintöniges Leben für immer verändern wird. Ein Junge kracht vom Himmel. Er ist blond und trägt nichts – bis auf eine silberne Unterhose. Zunächst kann er sich nicht erinnern, wer er ist und woher er kommt. Nach einer Weile entsinnt er sich, dass er Hilo heißt und dass er in seiner fernen Heimat gegen verrückt gewordene Roboter kämpft. Endlich erscheint die liebevolle, spaßige und hervorragend ins Bild gesetzte Abenteuergeschichte „Hilo. Der Junge, der auf die Erde krachte“, die im englischsprachigen Raum bereits Weiterlesen

Wagner, Kirsten – Harz mit Kindern (Peter Meyer Verlag, pmv)

Wagner, Kirsten Harz mit Kindern Pmv (Peter Meyer Verlag) 978-3-89859-457-8

Wagner, Kirsten
Harz mit Kindern
Pmv (Peter Meyer Verlag)
978-3-89859-457-8

Inhalt:

Mit dem neuen Reiseführer von Kirsten Wagner heißt es: Runter vom Sofa und raus in die Natur! 400 Touren und Ausflüge hat die Autorin anschaulich beschrieben. Kinder von 3 bis 13 Jahre können im Baumwipfelpfad den Wald von oben entdecken, Luchse und Falken beobachten und – für den Harz typisch – Bergwerke besichtigen. An trüben Tagen locken eine Museumsrallye durchs Ritterhaus oder eine Glasbläserei, in der ihr selbst aktiv werden dürft. Praktisch sind die Preise, Öffnungszeiten und die Anfahrt mit Bus und Bahn, damit ist spontanes Aufbrechen jederzeit möglich! Außerdem gibt es zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Fazit: Diesen Reiseführer ins  Weiterlesen

Waechter, Philip – Endlich wieder zelten

Waechter, Philip Endlich wieder zelten 978-3-407-82065-5 Beltz und Gelberg

Waechter, Philip
Endlich wieder zelten
978-3-407-82065-5
Beltz und Gelberg

Inhalt:

Warum Zelten das Größte ist und es in jeder Hinsicht für einen unvergesslichen Sommer sorgt, erzählt Philip Waechter für alle Zelt-Fans. Oder für solche, die es jetzt unbedingt werden wollen, was mit solch einem charmanten Bilderbuch kein Problem sein dürfte!

Zelt-Urlaube sind jedes Jahr und immer wieder voller Tücken und Herausforderungen, ob es um den Aufbau des Zeltes geht, ob man mit unliebsamen Nachbarn oder Mückenplagen zu kämpfen hat. Aber egal, für Tim ist der Zelturlaub am Meer das Allergrößte, weil es niemals langweilig wird, man ungeahnte Freiheiten hat und sofort neue Freunde findet. Ein Bilderbuch voller liebevoller Beobachtungen – viele kleine Szenen aus dem Zelltalltag und großartige Bilder, die davon erzählen, in welchem Moment das Zelten zum echten Abenteuer wird …

Meine Meinung:

Gleich am Anfang fallen mir diese  Weiterlesen

Wegelius, Jakob – Sally Jones Mord ohne Leiche

Wegelius, Jakob Sally Jones Mord ohne Leiche 978-3-8369-5874-5 Gerstenberg

Wegelius, Jakob
Sally Jones Mord ohne Leiche
978-3-8369-5874-5
Gerstenberg

Inhalt:

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fado-Sängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeon-Virtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel. Ein virtuoses Spiel mit den Elementen des Abenteuerromans!

Meine Meinung:

Eigentlich mag ich keine Affen, aber  Weiterlesen

Wilkinson, Richard und Nelson, Jo – Das Museum der Weltkulturen

Wilkinson, Richard und Nelson, Jo Das Museum der Weltkulturen 978-3-7913-7237-2 Prestel

Wilkinson, Richard und Nelson, Jo
Das Museum der Weltkulturen
978-3-7913-7237-2
Prestel

Inhalt:

Die wichtigsten Kunstschätze alter Kulturen

Die schönsten Exponate aus den berühmtesten Museen der Welt: Das „Museum der Weltkulturen“ vereint mehr als 160 Kunstwerke in akribisch detaillierten Illustrationen.
Ein Rundgang durch das Museum, von dem alle nur träumen können: Es vereinigt die schönsten Exponate, die in Wirklichkeit rund um den Globus verstreut sind. Sie erzählen vom Alltag, der Religion und der Kunst alter Zivilisationen und geben uns unschätzbare Einblicke in das Entstehen unserer eigenen Kultur. Schmuck, Waffen, Alltagsgegenstände und Kunstwerke – mehr als 140 Gegenstände aus den vergangenen Kulturen der Chinesen, Römer, Mayas, Kelten u. v. m. zeichnen in detailgetreuen Illustrationen ein eindrucksvolles Bild lang vergangener Zeiten.

 

Meine Meinung:

Das Buch ist wunderschön! Als es bei mir ankam, war ich zunächst erstaunt über die Größe (27x68cm) und gleichzeitig sofort begeistert. Der Anblick und das haptische Gefühl beim anfassen ergaben eine perfekte Symbiose. Ich konnte nicht anders, ich musste mit der Hand drüber streicheln, bevor ich die ersten Seiten aufschlug.

Und schon „stand“ ich im Eingang des Museum (die Inhaltsangabe) und konnte mir nun aussuchen, welchen Saal (Kapitel) ich zuerst betreten sollte:

Saal 1: Afrika

Saal 2: Amerika

Saal 3: Asien

Saal 4: Europa

Saal 5: Naher Osten

Saal 6: Ozeanien

Bibliothek

 

Im Eingangsbereich wird zunächst die Frage geklärt „Was ist Archäologie?“ bevor ich auf der nächsten Seite eine äußert praktische Zeitleiste anschauen durfte: eine sehr perfekte Übersicht über einige Artefakte die im Buch beschrieben sind. Die jeweilige Illustration „liegt“ auf einer Zeitleiste, die eine Datierung möglich macht und außerdem auf einer „Zuordnungs-Leiste“, es wird unterschieden zwischen Afrika, Amerika, Asien, Europa, Naher Osten und Ozeanien. Neben der Illustration werden kurz und knapp die ersten Infos gegeben.

Beispiel: Ich suche mir Artefakt anhand der Illustration aus, z.B. die Doppelköpfige Mosaik Schlangen der Azteken. Ich kann anhand der Zeitleiste oben am Rand des Buches sehen, dass sie „auf ca. 1500 nach Christus liegt“. Wenn ich die Leiste, auf der die Schlange liegt, weiter nach links verfolge, erscheint am linken Buchrand die Zuordnungs-Leiste. Die Schlange ist in der Amerika-Leiste vermerkt.

Dazu gibt es neben der Illustration der Schlange noch ganz kurzê Informationen, unter anderen auch, auf welcher Seite im Buch die Schlange ausführlich vorgestellt wird.

Die Säle sind dann in Kulturen untergliedert, im Europasaal finden sich die Themen über die Kelten, Altes Griechenland, Altes Rom und die Wikinger. In Amerika die Olmeken, Maya, Azteken, Hopewell und Pueblo Kultur.

Zu jeder Kultur gibt es eine kleine Einführung: „Wann waren z.B. die Kelten?“ „Von was wurden die Kulturen geprägt?“ oder „Gibt es Bräuche oder ähnliches davon, die bis heute überlebt haben?“ oder „Warum ging diese Kultur zu Ende?“. Unter der Einführung werden dann die verschiedenen Artefakte erklärt, die auf der jeweils rechten oder linken Seite illustriert sind.

Das „Alte Rom“ nimmt gleich mehrere Seiten ein, auf Seite 62 werden folgende Illustrationen und Artefakte beschrieben: Wasserspeier, Die Portlandvase, Jupiterstatue und ein Mosaik. Oder im „Alten Ägypten“ den Sarg der Henutmehyt, ein Miniatur-Halskragen, ein Horusfalke oder ein Schafsbock-Amulett. Oder mal etwas eher Unbekanntes aus Korea: eine Goldkrone, eine hausförmige Urne, eine eiserne Pferderüstung oder eine vergoldete Bodhisattva-Statue.

Besonders interessant fand ich ein Artefakt aus Asien: Auf Seite 45 ist ein kleiner Schlüssel-ähnlicher Gegenstand abgebildet, wie ich nachlesen konnte, ist es sogenanntes „Messergeld aus Bronze“, und sieht unseren heutigen Schlüsseln sehr ähnlich.

Beim durchblättern des Buches fielen mir auch noch einige andere Artefakte ein. Natürlich kann das Buch nicht vollständig sein, es soll einen Anreiz bieten, selber mehr zu entdecken. Vor kurzen habe ich das Buch „Der Tanz der Häsin“ von Dieter R. Fuchs (https://buecherfuellhorn.wordpress.com/2015/10/28/fuchs-dieter-r-der-tanz-der-haesin-3/) gelesen und habe mich sofort an die Netsuke erinnert. In diesem Buch hier sind keine vorgestellt, hätten aber sicherlich auch dazu gepasst.

Ebenso vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Buch von Andreas Steinhöfel „Beschützer der Diebe“ (Link zur Rezensin: https://kibureich.wordpress.com/2016/03/19/steinhoefel-andreas-beschuetzer-der-diebe/) gelesen. Es ist einfaches Kinderbuch, aber das Schöne daran ist, dass ein Teil davon im Pergamon-Museum in Berlin spielt und sofort hat man einfache und fiktive Anschlussliteratur für Kinder von 7-12 Jahren, aber durchaus im weitesten Sinne zu diesen Buch passend.

Fazit:

Das Buch bietet eine Auswahl an faszinierenden Gegenständen aus früheren Zeiten. Interessierte Kinder und Erwachsene können unendlich lange darin stöbern, anschauen und lesen. Ein Buch, dass in jeden Museums-Shop, gehört und das auch jedes Kind mit Interesse an geschichtlichen Dingen haben sollte oder auch für jedes Kind, um das geschichtliche Interesse zu wecken!

Empfehlenswert!

Lieblingsbuch!

Weinke, Natalie + Ricks, Michi: Marta & Piet -Eine Reise nach Kalkutta- Teil 2

Weinke, Natalie + Ricks, Michi Marta & Piet Eine Reise nach Kalkutta Teil 2 978-3-945677-01-8 Neunmalklug-Verlag

Weinke, Natalie + Ricks, Michi
Marta & Piet
Eine Reise nach Kalkutta
Teil 2
978-3-945677-01-8
Neunmalklug-Verlag

Inhalt:

In zwei Bänden erzählen Michi Ricks und Natalie Weinke die Geschichte von der kleinen Marta und ihrem Freund Piet, die sich auf eine Reise begeben um etwas zu suchen. Im ersten Teil wissen sie noch nicht genau was. Im zweiten Band haben sie es herausgefunden. Es ist das Glück. Und um es zu finden segeln sie sogar nach Kalkutta.

Meine Meinung:

Wie gut, dass ich gleich beide Bücher von Marta und Piet hatte, so konnte ich direkt nach dem ersten zum zweiten Teil übergehen. Auch hier sind auf dem Cover die wundervoll beruhigenden, gedeckten und dennoch kräftigen Farben zu sehen. Das schafft, wie im kompletten Buch, Wohlfühl-Atmosphäre. Besonders gefällt mir der Bezug zum Meer. Dies kann man am besten sehen, wenn man das Buchcover komplett aufdeckt, also mit Vorder-und Rückseite. Es überwiegt ein schönes sattes meeresdunkelblau. Wie bereits im ersten Teil gibt es auch hier Elemente die auf den Inhalt hinweisen, der Fischkutter, die Insel und auch natürlich Marta und Piet. Dass es der zweite Teil von Marta und Piet ist, muss man auch wieder ein wenig auf dem Cover suchen – die Beschreibung „Teil 2“ versteckt sich in einer Seifenblase, die Marta sanft anpustet. Als ich das Buch gelesen hatte, sah ich auch diese Seifenblasen mit anderen Augen.

Die Geschichte beginnt dort, wo sie im ersten Teil aufgehört hat. Marta und Piet erreichen den Strand, es ist dieselbe Illustration wie am Schluss im ersten Buches. Kleine Kinder werden das Wort auf dem hölzernen Hinweisschild nicht lesen können, dazu ist der Vorleser da. Marta und Piet schließen Freundschaft mit einer Möwe und entdecken ein Holzboot. Marta hat ein ganz bestimmtes Ziel im Sinn, und der Kapitän nimmt sie tatsächlich mit auf eine Reise. Sie sehen viel, schippern an Häusern und einer Insel vorbei, bewundern den Sonnenuntergang, unterhalten sich usw. Am Schluss erreichen sie wieder den Leuchttrum, an dem sie gestartet sind. Marta wundert sich. Dort wollte sie doch gar nicht. Der Kapitän erklärt ihr, wieso es doch genau so ist, wie es sein sollte.

Am Anfang und Ende sind auch wie im ersten Buch die Landkarten mit der „Wegbeschreibung“. War im ersten Buch auf den letzten Seiten nur ein angedeuteter Weg, kann der Leser hier im zweiten Teil nun den kompletten Weg zu Ende sehen.

Die Illustrationen sind in kräftigen Farben, aber dennoch dezent, wunderschön anzuschauen. Marta mit der gelben Regenjacke und dem roten Helm (oder Mütze?) ist gut zu erkennen.

Ich würde das Buch nur in einer sehr kleinen Kindergruppe lesen wollen. Es gibt einige Wörter, die erklärt werden wollen (Seebär, Moin …) und auch der Text selber wirft Fragen auf und kann nicht einfach so „runtergelesen“ werden. Für dieses Buch sollte man sich Zeit nehmen und auch den Kindern Zeit zum nachdenken lassen.

Beispiel Zitat „Manchmal sieht man es, manchmal nicht. Man kann es nicht in den Händen halten. Das Glück reist in deinem Herzen mit“.

Fazit:

Ein poetisches Bilderbuch. Ein besonderes Buch über Glück. Die Poesie geht ins Wechselspiel zwischen Illustration und Text. Ein Buch, das zum Nachdenken anrührt. Ich bin mir nicht sicher, ob kleinere Kinder mit dem Text „zurecht kommen“, verstehen was gemeint ist. Hier muss der Vorleser wirklich in tiefe Kommunikation mit den Kindern gehen. Dennoch kann man die Geschichte genauso gut anhand der Bilder frei und sinngemäß nacherzählen. Und die grob gezeichneten Landkarten am Anfang und Ende des Buches liefern den passenden Rahmen dazu.

Ein Buch, das man ohne weiteres auch an Erwachsene mit feinen Sinn verschenken kann. Je öfter ich es gelesen oder angeschaut habe, desto mehr Kleinigkeiten sind mir aufgefallen und die Bedeutung und der Sinn dieser Geschichte ist einfach wunderschön.  

Eine Besonderheit und ein Novum ist die cradle-to-cradle Zertifizierung dieses Pappbilderbuches. Ein Buch ohne Schadstoffe und das dem Kreislauf der Natur ohne Probleme zurückgeführt werden kann. Das cradle-to-cradle Prinzip lässt sich auf alle Lebensbereiche ausweiten und es ist zu hoffen, dass wirklich viele Menschen dieses mitgestalten und „leben“ wollen. Wie es der Zufall so manchmal will, bin ich gerade in dieser Woche auf einen Bericht in den „Weleda-Nachrichten“ gestoßen. In der Winterausgabe (Winter 2015) auf Seite 28 gibt es einen Bericht „Von der Wiege zur Wiege in eine freudige Zukunft“. Eine Vision. Der Anfang ist gemacht.
Wer mehr über die nachhaltigen Bücher und die Philosophie dieses sympathischen Verlages nachlesen möchte, hier dir Link: http://neunmalklug-verlag.de/

 

Weinke, Natalie + Ricks, Michi: Marta & Piet Teil 1 – Eine Reise nach Kalkutta

Weinke, Natalie + Ricks, Michi Marta & Piet Eine Reise nach Kalkutta Teil 1 978-3-945677-00-1 Neunmalklug-Verlag

Weinke, Natalie + Ricks, Michi
Marta & Piet
Eine Reise nach Kalkutta
Teil 1
978-3-945677-00-1
Neunmalklug-Verlag

Inhalt:

In zwei Bänden erzählen Michi Ricks und Natalie Weinke die Geschichte von der kleinen Marta und ihrem Freund Piet, die sich auf eine Reise begeben um etwas zu suchen. Im ersten Teil wissen sie noch nicht genau was. Im zweiten Band haben sie es herausgefunden. Es ist das Glück. Und um es zu finden segeln sie sogar nach Kalkutta.

 

Meine Meinung:

Das kleine Buch (15x15cm) passt wunderbar zum festhalten, anschauen und umblättern in Kinderhände. Das Cover ist recht auffällig, und trotz vermeintlicher Knall-Farbigkeit auf den ersten Blick, strömen die in Wirklichkeit gedeckten Farben eine Art Wohlfühl-Atmosphäre aus. Vor allem, als ich das Buch so aufdeckte, so dass ich Vorder-und Rückseite komplett sehen konnte: es überwiegt ein „meeresblau“ in allen Schattierungen, eine Strand- und Meerlandschaft und die Abbildungen passen zum Inhalt des Buches: ein Leuchtturm, der Fischkutter, Strand, Meer …

Es ist der erste Teil einer Geschichte auf der Suche nach dem Glück. Auf dem Cover entdeckt man die Bezeichnung „Teil 1“ leicht versteckt als „Pin“ auf der Landkarte steckend. Also, genau hinschauen.

Marta und ihr Kuschelhase Piet langweilen sich bei Regenwetter zu Hause. Sie machen sich auf die Suche, um „etwas“ zu finden. Was dieses „etwas“ ist, wissen sie noch nicht. Die Reise führt sie durch eine Stadt, einen Wald, durch eine Berglandschaft und sie machen eine nette Bekanntschaft, bevor sie zum Meer gelangen.

Die Illustrationen dazu sind unterschiedlich und manchmal etwas plastisch, aber passen irgendwie haargenau. Das Kinderzimmer ist bunt, die Stadt überwiegend grau, der Übergang zum Wald hell und freundlich. Die Szene im Wald ist mir etwas zu dunkel, bedrückend und intensiv. Hier könnte man allerlei hinein interpretieren, ich hätte z.B. erwarten können, dass etwas Schlimmes passiert, obwohl der Text ja genau das Gegenteil beschreibt. Am Ende des Waldes wird die Szenerie wieder heller, heiterer, ich konnte aufatmen. Mit den Farben wird auch im Eingangsbereich der Hütte gespielt, als noch nicht so ganz klar ist, was Marta und Piet dort drin erwarten wird. Die Szenerie ist in dunklen brauntönen gehalten, allerdings beruhigt der helle Lichteinfall ungemein und die Überraschung ist umso größer und sehr unerwartet. Hier beginnt die Reise eigentlich erst richtig. Ein offenes Ende ist der Cliffhanger zu dem zweiten Buch von Marta & Piet.

Die Illustrationen sind hervorragende Gefühls-Barometer. Mal grau nichtssagend, mal dunkel ängstlich und immer wieder helle freundliche Farben. Herausstechend ist die gelbe Regenjacke und der rote Helm (Mütze?)  von Marta.

Kinder werden die Geschichte zunächst vordergründig im Sinne einer Reise oder eines Ausfluges verstehen. Aber es soll ja ein tieferer Sinn vermittelt werden und da empfinde ich einige Textstellen für Kinder eher schwierig zu verstehen und es bedarf der Vermittlung des erwachsenen Vorlesers. Ich denke da an die Szene im Wald, als Marta den Baum umarmt und die Szene in der Hütte. Marta empfindet dass „in der Hütte so wenig ist“. Wenn man sich ihr übervolles Kinderzimmer vorstellt, kann man diesen Gedankengang sicherlich verstehen. Aber daraus ein „Einsehen“ oder „Glücksgefühl“ abzuleiten, mit „wenig zufrieden oder glücklich zu sein und wenig zu brauchen“, das empfand ich als schwierig den Kindern zu vermitteln. Ebenso die Suche nach dem Glück.

Dennoch lässt sich das Buch auch sehr gut „nur“ erzählerisch anhand der Illustrationen erzählen. Da muss man sich aber vorher schon eine vereinfachte Version der Geschichte überlegen.

Am Anfang gibt es eine Landkarte, die Hinweise auf die Reiseroute gibt und ebenso am Schluss, allerdings verrät letztere natürlich nicht, wie es weitergeht.

Fazit:

Schöne farblich, am Anfang etwas gewöhnungsbedürftige, Illustrationen spielen mit den Emotionen des Lesers, Zuhörers und Zuschauers.

Die Idee, das Glück zu suchen und es auch in den einfachen Dingen des Lebens zu erkennen, finde ich ganz wundervoll. Dennoch wage ich zu behaupten, dass diese Suche Kindern eher schwer zu vermitteln sein wird. Hier wird der Vorleser in der Anschlusskommunikation richtig gefordert und kann vielleicht einige Ansätze zu diesem Thema herauskitzeln. Das jedenfalls würde ich mir wünschen. Für dieses Buch muss man sich mit den Kindern Zeit lassen, und mir kommt so der Gedanke, „Zeit zu verschenken, an die die man mag oder liebt“, ist auch eine Form des Glücks.

Die Geschichte ist in sich schlüssig, das Ende ein sanfter Cliffhanger. Dazu gibt es auf der Landkarte am Ende des Buches zwei kleine Hinweise. Wie geht die Geschichte weiter? Am besten gleich den zweiten Teil lesen!

Eine Besonderheit und ein Novum ist die cradle-to-cradle Zertifizierung dieses Bilderbuches. Ein Buch ohne Schadstoffe und das dem Kreislauf der Natur ohne Probleme zurückgeführt werden kann. Das cradle-to-cradle Prinzip lässt sich auf alle Lebensbereiche ausweiten und es ist zu hoffen, dass wirklich viele Menschen dieses mitgestalten und „leben“ wollen. Wie es der Zufall so manchmal will, bin ich gerade in dieser Woche auf einen Bericht in den „Weleda-Nachrichten“ gestoßen. In der Winterausgabe (Winter 2015) auf Seite 28 gibt es einen Bericht „Von der Wiege zur Wiege in eine freudige Zukunft“. Eine Vision. Der Anfang ist gemacht.
Wer mehr über die nachhaltigen Bücher und die Philosophie dieses sympathischen Verlages nachlesen möchte, hier dir Link: http://neunmalklug-verlag.de/

Wirbeleit, Patrick – Kiste Band 1 (Comic)

Wirbeleit, Patrick – Kiste   ISBN 978-3956400049 Reprodukt

Inhalt:

Mattis ist Bastler. Und Erfinder. Da kann er die Kiste natürlich bestens brauchen, die er eines Tages vor dem Haus findet. Er staunt allerdings nicht schlecht, als die ihn plötzlich fröhlich begrüßt. Eine lebende Kiste! Und es kommt noch besser: Sie bastelt und erfindet für ihr Leben gern! Schließlich war sie mal die Werkzeugkiste eines echten Zauberers. Blöd nur, dass Kiste zwei linke Hände hat…

“Kiste” ist die erste Zusammenarbeit von Szenarist Patrick Wirbeleit und Zeichner Uwe Heidschötter. Spaß am Basteln und Bauen – und vor allem das Thema Freundschaft stehen im Mittelpunkt eines lustigen und rasanten Abenteuers, in dem Kiste und Mattis nicht nur dem Zauberer aus der Patsche helfen müssen.

Ausgezeichnet mit dem Leipziger Lesekompass 2015!

Meine Meinung:

Aufmerksam auf diesen Comic wurde ich während eines Literatur-Seminares in einer Buchvorstellungs-Runde.

Ich war sehr gespannt, die Geschichte einer „Kiste“ klingt doch ungewöhnlich. Ich bin kein Comic-Fan, dachte aber, dass ich meinen 9-jährigen Sohn mit dieser unkonventionellen Geschichte vielleicht überzeugen könnte. Der Titel des Buches ist ein „Aufmerker“, welches Buch/Comic nennt sich schlicht und einfach „Kiste“?

Der Comic kommt ohne Seitenzahlen aus, ab und an gibt es aber kleine Kapitel-Überschriften ganz oben am Rand, die sich leicht überlesen lassen, wie z.B. „Die Wippe“, „Die Was-Passiert-Dann- Maschine“ usw.

Das Cover kommt mir ein wenig altmodisch daher, auch wenn sich nun dem zukünftigen Leser sofort erschließt, was für eine Geschichte mit „Kiste“ auf ihn zukommen könnte. Auch Mattis, der Hauptprotagonist ist prägnant, aber etwas altbacken gezeichnet.

Die Geschichte ist glaubwürdig umgesetzt, und für Erwachsenen sehr schnell „gelesen“. Kinder werden sich in der Figur des Mattis wiederfinden, als Bastler/Erfinder kann er so ziemlich alles gebrauchen und tüftelt gerne herum.

Fazit:

Schnell, einfach, gut. Ein Erstlese-Comic für Erstleser, obwohl der Schrifttyp etwas Schwierigkeiten machen könnte. Eine für mich stimmige, aber ungewöhnliche Geschichte.

Kinder können übers Internet-Leseportal Antolin Punkte sammeln, es wird dort „ab 2. Klasse“ eingestuft.

Fazit meines 9-jährigen Sohnes:

Dieses Buch hat mir nicht gefallen, weil die ungewöhnliche Kiste nicht so schlau ist und ich sie nicht leiden konnte. Die „Kiste“ ist ein ungewöhnlicher Held und ich konnte mir das alles nicht vorstellen, dass die Kiste „lebt“ usw.

Reihenfolge:

Band 1: Kiste

Band 2: Kiste – Fluchtmücken und Wetterzauber

Band 3: Kiste – Kein Unsinn