Baccalario, Pierdomenico + Percivale, Tommaso – 50 Abenteuer die du erleben solltest, bevor die 12 bist

Baccalario, Pierdomenico + Percivale, Rommaso
Illustration von Antongionata Ferrari
50 Abenteuer die du erleben solltest, bevor die 12 bist
978-3-423-76178-9
Dtv

Inhalt:

Wie fühlt es sich an, nachts unter freiem Himmel zu schlafen? Wie gründest du einen Geheimclub? Wer traut sich, im Wald Tierspuren zu verfolgen? Oder sogar ein Wildtier zu füttern? Und wie versteckt man unbemerkt einen Schatz?
Von der aufregenden Nachtwanderung bis hin zur Erkundung einer geheimnisvollen Ruine – hier gibt es zahlreiche Abenteuer und Mutproben zu bestehen. Und vor allem viel Platz, um die eigenen Erlebnisse festzuhalten. Ein Mitmachbuch, das zum Eintragbuch für viele unvergessliche Erinnerungen wird. Wer bekommt da nicht Lust auf die großen und kleinen Abenteuer des Lebens? (Quelle: dtv)

Meine Meinung:

Als ich den Titel dieses Buches las, war mein Gedanke, dass wäre etwas für meinen Sohn. Aber es war noch viel besser! Denn es ist auch ein Buch für mich, denn irgendeiner muss ja die Abenteuer koordinieren und aufschreiben. Nicht vergessen zu erwähnen sollte ich, dass eigentlich die Jungs ihr Abenteuer-Buch alleine beschriften und führen sollten, aber ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass das bei uns klappen würde. Schreib- und Lesefaule Jungs Weiterlesen

Pfister, Marcus – Lieber Nikolaus, wann kommst du?

Pfister, Marcus Lieber Nikolaus, wann kommst du? Nord-Süd-Verlag 3-314-00753-1

Pfister, Marcus
Lieber Nikolaus, wann kommst du?
Nord-Süd-Verlag
3-314-00753-1

Inhalt:

Ausgerechnet am seinem großen Tag, dem Nikolaustag, passiert es: Der Nikolaus verschläft! Wenn er sich jetzt nicht beeilt, dann bekommen die Kinder in diesem Jahr keine Geschenke – doch irgendwie geht an diesem Tag alles schief: Der Weg zum Stall ist zugeschneit, die Rentiere brauchen vor der Fahrt erst noch Futter, außerdem passt der unförmige Sack mit den Geschenken nicht durch die enge Tür. Da hört der Nikolaus plötzlich seinen Wecker klingeln – war das Ganze etwa nur ein Traum? (Ab 4 Jahren.)

Meine Meinung:

Ausgeliehen habe ich mir dieses Weihnachtsbilderbuch in meiner Stadtbücherei. Das Cover mit dem verschneiten Rentierschlitten und Nikolaus fand ich sehr ansprechend, obwohl ich Illustrationen von Marcus Pfister nicht so ganz  Weiterlesen

Pressler, Mirjam – Malka Mai

 

Pressler, Mirjam Malka Mai ISBN 978-3407785947

Pressler, Mirjam
Malka Mai
ISBN 978-3407785947

Inhalt:

Auf der Flucht vor den Nazis muss Hanna Mai ihre siebenjährige Tochter Malka allein zurücklassen.

1943: Die jüdische Ärztin Hanna Mai lebt mit ihren Töchtern Minna und Malka an der polnisch-ungarischen Grenze. Als die Deutschen auch hier mit den Deportationen beginnen, müssen die drei überstürzt fliehen. Sie wollen zu Fuß über die Karpaten, doch Malka wird krank und kann nicht mehr weiter. Schweren Herzens entschließt Hanna sich, das Kind bei Bauern zurückzulassen, die ihr versprechen, das Mädchen nachzubringen, sobald es sich erholt hat. Aber es kommt alles anders: Malka wird entdeckt und in ein Getto verfrachtet. Dort entwickelt die Kleine ungeahnte Kräfte, die sie Hunger, Kälte, Krankheit und Einsamkeit überstehen lassen – bis ihre Mutter schließlich unter großen Gefahren zurückkehrt, um sie zu retten.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich sehr bewegt. Die Autorin hat eine einfache und klare Sprache, die sich schnell und leicht lesen lässt. Das Thema ist Krieg und Familie, und normalerweise sind Kriegs-Themen nicht so „meins“. Aber dieses Buch hier kann und muss ich einfach jedem empfehlen, vor allem Erwachsenen. Lest es, es lohnt sich!

Das Buch handelt von einer Flucht, in diesem Buch hier sind es Juden, die in den Kriegsjahren fliehen müssen, aber man kann dieses Thema der Flucht auch ganz akutell in die heutige Zeit interpretieren.

Familie Mai, die aus Mutter und zwei Kindern besteht, muss von jetzt auf gleich fliehen. Sie sind Juden. Sie können nur das mitnehmen, was sie bei sich tragen, und das ist nicht viel. Man hat sowas vielleicht schon öfter gehört, gelesen und im Fernsehen gesehen, aber ich glaube, so richtig vorstellen kann man es sich nicht.

Unterwegs auf der Flucht wird die 7jährige Malka krank und die Mutter muss sich schweren Herzens entschließen, das Kind zurück zu lassen, um es dann später zu nachzuholen. Diese Entscheidung zerreißt einem praktisch das Herz, wie hätte man selber gehandelt? Kann ein 7jähriges Kind verstehen, warum es zurück gelassen wird? Ich denke nein.

Und dann nimmt auch noch das unschöne Schicksal seinen Lauf, Malka wird von einem zum anderen geschoben, niemand will sich mit einem jüdischen Kind belasten. Mir stellt sich auch wieder die Frage: Wie hätte man selber gehandelt? Und: wie handeln wir selber heute?

Es ist Krieg, alle haben Angst und einige machen mit dieser Angst ihr Geschäft. Sogenannte Schleuser (dieses Wort kennt man aus der heutigen Zeit) verdienen sich eine goldene Nase mit den Schätzen der jüdischen Flüchtlinge, die so nach und nach alles zurücklassen müssen, auch ihre Identität. Erschreckt hat mich auch die Gewalt gegen Kinder, ich kann mir leider vorstellen, dass es zu Kriegszeiten so zugegangen sein konnte.

Die Geschichte ist ab der Flucht sehr spannend. Wie geht es weiter? Kommen alle durch? Alles in allem frage ich mich schon, ab welchen Alter dieses Buch gelesen werden sollte. Es ist im ersten Sinne ein Jugendbuch, aber ich finde, genauso gut ein Erwachsenenbuch.

Malka landet schließlich im Ghetto, ihre Familie ist weiterhin auf der Flucht. Malka ist allein, ganz allein. Keine Familie, keine Freunde, keine Verwandtschaft. Ein 7jähriges Kind allein im Ghetto, Mutter-Seelen-Allein, wie kann ein Kind sowas verkraften? Sie sieht schreckliches, was sie sich nicht so richtig erklären kann.

„… Sie blieb sitzen und schaute den Leuten zu, die die Kirche verließen. Sie sahen so ruhig aus, Malka konnte es nicht verstehen. Nicht weit von hier passierte etwas schlimmes, nicht weit von hier fielen die Juden wie Stoffpuppen auf die Straße und diese Menschen hier waren ganz ruhig und lächelten sogar vor sich hin …“

Und keiner ist bereit, die Kleine aufzunehmen. Jeder ist froh, wenn er selber irgendwie durchkommt. Malka fehlt es an den Grundbedürfnissen: Schlafplatz, Essen, Kleidung, einfach alles.

„… An diesem Abend aß sie den Apfel, den Ciotka ihr gegeben hatte. So lange hatte sie ihn aufbewahrt, als ihren kostbarsten Besitz. Nun besaß sie gar nichts mehr. …“

„… Die Tage vergingen, ohne dass Malka sie zählte. Sie teilte ihr Tage in Essen oder Nichtessen ein. Die Essenstage trugen Namen, waren Lichtblicke im Grau der dahinfließenden Tage, die vom Hunger bestimmt waren und die sie einfach andere „Tage“ nannte. …“

Das Elend geht weiter, wie viel kann eine Kinderseele ertragen? Hunger und Kälte sind sehr eindrücklich beschrieben. Und ich dachte immer, es ist ja kein Erwachsener, sondern ein kleines Kind. Schlimm.

Malka findet einen toten Jungen, und überlegt sich, ob sie dessen Schal nehmen soll, da er ihn ja nicht mehr braucht. Sie ist zögerlich. Andere nicht. Andere sind durch den täglichen Überlebenskampf im Ghetto ganz verroht.

„… Sie hatte zu lange gezögert, denn auf einmal war sie nicht mehr allein, Leute standen um sie herum und betrachteten den Jungen. … Ein Mann bückte sich, knotete den Schal auf und zerrte ihn unter dem Kopf des Jungen hervor. Der Kopf bewegte sich und fiel zur Seite, der offene Mund berührte nun den Straßendreck. Enttäuscht ging Malka weg. Wieder einmal war sie zu dumm gewesen.

Später, als sie am Gartenzaun saß, zerdrückte sie eine Schnecke mit einem Stein. Langsam und ohne etwas zu fühlen. Das Haus zerbrach krackend und knisternd, die Schnecke krümmt sich und hört erst auf sich zu bewegen, als Malka sie vollkommen zerquetscht hatte. …“

 

Das Ende, das ich nicht verraten möchte, ist in diesem Sinne kein Happy End.

Die Geschichte basiert zum Teil auf einer wahren Begebenheit. Eine Malka Mai hat es wirklich gegeben, die Autorin hat ein Nachwort verfasst.

Fazit:

Erschreckend aktuell im Anbetracht der Flüchtlingsströme aus Syrien (Sep. 2015).

Ein Buch das man gelesen haben MUSS!

Palacio, Raquel J. – Wunder

Palacio, Raquel J. Wunder ISBN 978-3-446-24175-6

Palacio, Raquel J.
Wunder
ISBN 978-3-446-24175-6

Inhalt:

August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist – wie August.

 

Meine Meinung:

Ein Buch aus dem Hanser-Verlag mit dem angegebenen Alter für Kinder von 10-12 Jahren. Ich finde: ein starkes Buch, dass JEDER Erwachsene, und unbedingt alle Eltern lesen sollten. Die Geschichte wird in einer sehr einfachen kindergerechten Sprache und in vielen, sehr kleinen Kapitel erzählt. Das ist sehr übersichtlich und ich hatte das Buch in vier Stunden gelesen, nicht ohne das ein oder andere „Tränchen“ zu vergießen. Ein Buch so schrecklich schön und doch so mit Hoffnung und Mut gefüllt.

Ich habe beschlossen, das erste Kapitel in Auszügen für euch abzuschreiben:

„Ich weiß, dass ich kein normales zehnjähriges Kind bin. Ich meine klar, ich mache normale Sachen. Ich esse Eis. Ich fahre Fahrrad. Ich spiele Ball. Ich habe eine X-Box. Solche Sachen machen mich normal. Innerlich. Aber ich weiß, dass normale Kinder nicht andere normale Kinder dazu bringen, schreiend vom Spielplatz wegzulaufen. Ich weiß, normale Kinder werden nicht angestarrt, egal, wo sie gehen.

Wenn ich eine Wunderlampe finden würde und einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, ein normales Gesicht zu haben, das nie jemanden auffallen würde. Ich würde mir wünschen, dass ich die Straße entlanggehen könnte, ohne dass die Leute diese Sachen machen, sobald sie mich sehen, dieses Ganz-Schnell-Woanders-Hinschauen. Ich glaube, es ist so: Der einzige Grund dafür, dass ich nicht normal bin, ist der, dass mich niemand so sieht.

…Ich heiße übrigens August. Ich werde nicht beschreiben wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt, es ist schlimmer.“

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zunächst kommt August selber zu Wort, dann seine Schwester Via, seine Schulfreundin Summer, sein Schulfreund Jack, Justin -der Freund von Via, August nochmal und auch Miranda (Via‘s Freundin). Das hört sich jetzt vielleicht verwirrend an, ist es aber gar nicht. Besonders beeindruckt haben mich die Kapitel über Augusts Schwester Via und das seiner neuen Schulfreundin Summer. Zwei wunderbare Kinder!

Zum Schluss noch meine Meinung zum Cover: Wiedererkennung durch die Großbuchstaben in den runden Kreisen. Bunt. Der Junge der seinen Kopf mit einem Karton versteckt gerät für meinen Geschmack zu albern. Alles in allem ein auffälliges Cover, das mir allerdings nicht ganz so gut gefällt, aber dennoch durch seine bunten Farben und die Illustration positiv besetzt ist.

Fazit:

Nicolas Sparks wird auf der Innenseite zitiert, und ausnahmsweise stimme ich mit ihm überein: „Wunder … ist ein Wunder. August Pullmann wird man als Leser nicht wieder vergessen. Tun sie sich selbst den Gefallen und lesen sie dieses Buch.“

Und diese Aussage soll zugleich auch mein Fazit sein.

Unbedingt lesen! Sehr empfehlenswert !

Pauler, Roland: Bärentöter – Der Auserwählte

Pauler, Roland Bärentöter 978-3-944788-38-8 Fabulus-Verlag

Pauler, Roland
Bärentöter
978-3-944788-38-8
Fabulus-Verlag

Inhalt:

Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung. Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus.

 

Meine Meinung:     ***Vorsicht Spoiler***

Ich bin seit einiger Zeit viele Fantasy-Geschichten am lesen und bin dadurch wahrscheinlich sehr vorbelastet an dieses ja eher realistisch-fiktive Buch über die Welt im Mittelalter heran gegangen. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit der Geschichte halbwegs warm wurde.

Auf den ersten Seiten erzählt der Autor sehr interessant in vielen Einzelheiten, wie das Leben im Mittelalter wirklich war. Dieses Vermischen von Fakten und Handlung um Wilfried war bis zum Schluss gut eingepasst in die Geschichte. Den Leser erwarten viele Einsichten ins echte Leben im Mittelalter. Vieles davon war gewöhnungsbedürftig und passt natürlich nicht mehr in die heutige Zeit. Z.B. das einem Dieb die Hand abgehackt wird, wenn er aus Hunger stielt oder wildert.

Im ersten Drittel wird eine Szene beschrieben, in der Wilfried einen Traum hat. Der Traum hat zu Wilfrieds Gedanken gepasst, war mir aber viel zu ausführlich beschrieben und in die Länge gezogen.

Die weitere Geschichte wird ziemlich rasant und für mich allzu „glatt“ erzählt. Wie der 14 jährige Bauer Wilfried, der noch nie woanders war, der nie kämpfen und reiten gelernt hat, dies alles in gefühlten 3 Tagen erlernt. Unterwegs mit den Viehtreibern kämpft er alleine gegen Wölfe, tötet mehrere Räuber und schließlich noch einen Bären. Immer ist er der Held. Das ist in einer Gruppe von gestandenen und erfahrenen Männern für mich einfach nicht glaubwürdig und es ging mir beim Lesen „gegen den Strich“.

In einem Nachwort auf Seite 287 fragt der Autor:

„Stell dir vor das Schicksal schenkt dir von heute auf morgen Reichtum um Macht. Du kannst dadurch deine unmittelbare Umgebung nach deinen Vorstellungen verändern. Was tust du?“

Diese Frage beantwortet sich in Wilfrieds Fall in der zweiten Hälfte des Buches, die für mich angenehmer zu lesen war. Das wirkt auch schon recht glaubhaft aus Wilfrieds Perspektive, da er weiß, was Armut bedeutet und auch mit seinem neuen mächtigen Vater die eigene Herkunft nicht vergisst. Allerdings werden mir Wilfried und sein Vater zu sehr als „Gut-Mensch“ dargestellt. Vor allem die Wandlung von Wilfrieds Vater geschieht zu schnell. Auch dass er plötzlich nach Wilfrieds Mutter schicken lässt und ihr einen Bauernhof schenkt, ist zwar erklärt und auch einleuchtend, aber es war so abgehackt, es traf mich als Leser so unvorbereitet. Wilfried wandelt sich für meinen Geschmack auch zu schnell von einem Bauern in einen Burgherren-Sohn. Er kann auf einmal schreiben, auch wenn es dann so erklärt wurde, dass seine Mutter ihm „Zeichen“ mit einem Stöckchen in den Dreck malte. Er stellt kluge Fragen, und die Erwachsenen sind stolz auf ihn, weil er diese Fragen stellt. So geht es an vielen Stellen auch um Gott, den Papst und den Glauben. Es soll wohl damit angedeutet werden, dass seine Abstammung schon immer in ihm geschlummert hat. Er hilft den Armen und Schwachen, und scheut sich auch nicht, vor einer Menschenmenge zu sprechen. Die Einwohner der Stadt jubeln ihm zu, und er genießt das Bad in der Menge wie ein Popstar. Stellenweise empfand ich Wilfried als naiv und zu sehr darauf aus, den Erwachsenen zu gefallen.

Auch am Schluss gibt es für mich zu viele glückliche Wendungen, die einfach zu schnell daher kommen. Ich dachte gerade daran, evtl. wäre eine ausführlichere Entwicklungsgeschichte vom Kind zum Mann eingehender gewesen. Dann hätte man aus diesen Band locker drei Bände machen können, etwas, dass viele ja auch wiederum immer wieder bemängeln.

Fazit:

Das Setting und die Idee dieser Geschichte (aus Bauerssohn wird Gutsherren-Sohn) mit vielen Fakten zum Mittelalter gefiel mir sehr gut. Allerdings ging mir als Erwachsene die Entwicklung von Wilfried von „Kind zu Mann“ viel zu rasant daher und war daher nicht ganz nachvollziehbar für mich. Zu viele Heldentaten, zu viele „Gut-Mensch“-Taten in kürzester Zeit. Die Geschichte ist mir zu glatt und konnte mich daher leider nicht so ganz überzeugen.

Kinder oder Jugendliche werden das Buch sicherlich aus einer anderen Perspektive als ich erleben. Der Verlag gibt das Lesealter mit 14-16 Jahre an. Es gibt einige rabiate Szenen, dennoch denke ich, dass diese Altersgruppe aus medialen Medien schon „Schlimmeres“ gesehen hat und daher wäre meiner Meinung das Buchauch für lese-erfahrene (!!) 12-jährige geeignet.

Trotz der 287 Seiten ist es leicht zu lesen, und sicherlich gefallen Jungens die Kämpfe und Heldentaten von Wilfried. Sehr positiv bewerte ich das wie „nebenbei“ vermittelte Wissen über eine mittelalterliche Lebensweise.

 

Hier eine kleine Zusammenfassung der Geschichte mit eigenen Worten. Aber ***Vorsicht Spoiler ***

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