Nöstlinger, Christine – Wir pfeifen auf den Gurkenkönig

Nöstlinger, Christine Wir pfeifen auf den Gurkenkönig ISBN 978-3499201530

Nöstlinger, Christine
Wir pfeifen auf den Gurkenkönig
ISBN 978-3499201530

Inhalt:

Mit Majestät will dieses Kürbis-Gurken-Kronen-Ding angeredet werden, das da plötzlich in der Küche der Familie Hogelmann sitzt und um politisches Asyl bittet. «In diesem Buch erzähle ich, Wolfgang Hogelmann, wie wir den blöden Gurkinger und Kellerkönig Kumi-Ori vertrieben haben. Er hat die ganze Familie furchtbar geärgert. Gemein war er auch. Dann …

 

Meine Meinung:

Ein Buch, das auf der Liste für ein Literatur-Seminar stand. Leider hat sich mir das Buch nur teilweise erschlossen.

Die Sprache und die Handlungen kamen mir altmodisch und altbacken daher. In den 80igern mag es sicherlich „modern“ gewesen. Immerhin, es ist ein kleines Büchlein, schnell und ruck-zuck in ca. zwei Stunden gelesen.

Nach einigen Recherchen im Internet bekam ich eine Ahnung, in welchem Kontext ich die Geschichte sehen könnte. Das Geschichte soll Kritik an Autoritäten üben und erzählt über eine familiäre Auflehnung. Exemplarisch gibt es phantastische Elemente in Form einer autoritären Gurke, genannt Kumi-Ori der Gurkenkönig. Eigentlich eine nette Idee, aber für mich überhaupt nicht glaubhaft geschildert.

Die Geschichte hat mich einfach nicht überzeugt. Es gibt aktuelle Schul-Projekte dazu, und vielleicht muss man sich die Bedeutungen der Handlungen nach guter alter pädagogischer Weise erarbeiten.

Leider wurde das Buch auf dem Seminar nicht besprochen, ansonsten hätte ich evtl. noch andere Gedanken einfließen lassen können.

Ein paar Gedanken zu dem Buch, einfach so und in loser Reihenfolge:

-Kumi-Ori – Was ist das für ein blöder Name?

-Wieso gehören der Kumi-Ori und der Vater zusammen? (Weil beide Autoritätspersonen sind?)

-der Kumi-Ori spricht wie Meister Yoda

-Hauptdarsteller haben altmodische Namen: Erich, Wolfgang, Hans … (passend zur damaligen Zeit)

Anzumerken wäre noch folgendes: Die Autorin Christine Nöstlinger gewann 1973 für dieses Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis.

 

Fazit:

Ich kann das Buch leider nicht empfehlen. Es passt wahrscheinlich ziemlich gut in die 70iger/80iger Jahre. Leser, die sich gerne in diesem Zeitraum „aufhalten“, werden sicherlich gut bedient werden.

Mir persönlich war die Geschichte zu altmodisch, und auch das Thema Autoritäten konnte mich in diesem Zusammenhang nicht fesseln. Schade.