Hamon, Francoise – Die fabelhafte Welt der Pompons

Hamon, Francoise
Die fabelhafte Welt der Pompons
978-3-7724-5677-0
TOPP

Inhalt:

Jetzt ist Schluss mit runden Pompons! In diesem Buch nehmen Pompons alle möglichen Formen an (Erbsen, Tomaten, angebissene Äpfel), verwandeln sich in Tiere, lustige Dekogegenstände oder auch modische Accessoires (Schal, Halskette). Dieses neue Pomponsuniversum übt einen unwiderstehlichen Reiz auf alle aus, aber besonders Kinder werden mit Begeisterung die vielen einfachen aber effektvollen Pompons-Figuren basteln. (Quelle TOPP Verlag)

Meine Meinung:

Das Buch weckte gleich meine Aufmerksamkeit, als ich es in der Bücherei stehen sah. Pompons, wer hat es als Kind nicht geliebt, diese Flauschkugeln herzustellen? Ich war gespannt auf neue Ideen und Interpretationen, und stellte mir das ganz auch nicht allzu schwierig vor.

Im Vorwort wird wie meistens in den Weiterlesen

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Herfurth, Karoline (Idee) + Engels, Claas (Text, Illustrator) – Die sture Raupe Rieke

Herfurth, Karoline (Idee)
Engels, Claas (Text, Illustrator)
Die sture Raupe Rieke
978-3-8458-2177-1
Ars edition

Das Buch gefiel mir auf den ersten Blick eigentlich nicht, und dennoch habe ich im April 2017 auf Baronesslesen beim Gewinnspiel mitgemacht und es auch tatsächlich Weiterlesen

Hecker, Joachim – Das Raumschiff der kleinen Forscher

hecker-joachim-das-raumschiff-der-kleinen-forscher-wz-2Inhalt:

Kim, Vanessa und Metin staunen nicht schlecht, als sie einen kleinen Hamster treffen, der sein eigenes Raumschiff fliegt. Erst recht, als er sie einlädt, ihn zu seinem Heimatplaneten zu begleiten. Auf ihrer Reise durch den Weltraum treffen die vier auf jede Menge außerirdischer Kreaturen …
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es richtige Wissenschaft enthält. Und dass du mitmachen kannst! Du brauchst nur ein paar Zutaten von zu Hause: Eine Batterie ist nämlich ein prima Rennauto, ein Staubsauger kann Ü-Eier schleudern und ein Luftballon funktioniert als Dusche. Komm mit auf eine Weltraummission und werde dabei zum Forscher, Ingenieur und Techniker! Joachim Hecker, Ingenieur und Wissenschaftsjournalist, erklärt anhand von einfachen Experimenten faszinierende Phänomene aus Physik, Chemie und Mathematik – und wo sie im Alltag vorkommen. (Quelle Rowohlt/Rotfuchs)

Meine Meinung: Weiterlesen

Harings, Audrey – Interview zu „Sharj und das Wasser des Lebens“

Harings, Audrey

Harings, Audrey

 

Guten Tag Frau Harings,

alles in allem hat mir Ihre fantasievolle Geschichte mit Sharj und José gut gefallen. Während des Lesens gingen mir ein paar Dinge zu Ihrer Person als auch zur Geschichte durch den Kopf. Gerne würde ich Ihnen ein paar Fragen stellen … Weiterlesen

Harings, Audrey – Sharj und das Wasser des Lebens (Band 1)

Harings, Audrey Sharj und das Wasser des Lebens Band 1 9783741208614 BoD (Books on Demand)

Harings, Audrey
Sharj und das Wasser des Lebens
Band 1
9783741208614
BoD (Books on Demand)

Inhalt:

Für Sharj ist es ein Tag wie jeder andere. Doch plötzlich ist sie mit ihrem Freund José in einer vollkommen anderen Welt. Dort soll sie den König retten. Als Elfe und Drache stürzen die beiden von einem Abenteuer in das nächste und müssen gegen böse Wesen kämpfen. Der Drache wird entführt, da ist es gut, dass Sharj, die Elfe, bereits zwei Freunde gefunden hat, die ihr helfen möchten, José aus den Fängen der bösartigen Stumps zu befreien. Während Sharj sich in dieser fantastischen Welt behauptet, schmieden ihre Pflegeeltern  Weiterlesen

Frauke Hohberger + Rita Lüder – Selfie mit Löwenzahn

Frauke Hohberger + Rita Lüder Selfie mit Löwenzahn 978-3-258-07958-5 Haupt Verlag

Frauke Hohberger + Rita Lüder
Selfie mit Löwenzahn
978-3-258-07958-5
Haupt Verlag

Inhalt:

Die Kamera lehrt sie das Sehen, die Aufnahmefunktion lässt sie hinhören – Kinder gehen plötzlich hellwach über blühende Wiesen und durch dichte Wälder, sitzen still auf Steinen und entdecken die Natur. Ihr Instrument ist dabei das Smartphone oder Tablet.
Die Möglichkeiten der modernen Geräte wollen die Autorinnen kreativ nutzen und mit ihnen Entdeckerfreude und Begeisterung für die Natur auslösen. Sie schicken die Kinder auf die Fotojagd nach grünen Farbtönen oder unterschiedlichen Blütenformen, lassen Fotos von Wolken mit dem Stift in Wolkenmonster verwandeln, regen mit der Zoomfunktion den Blick aufs kleine Detail an und animieren zum genauen Hinhören – auf dem Klangspaziergang im Wald oder beim Aufnehmen von Tönen für das Soundquiz. Für Kinder ab 8 Jahren.

Meine Meinung:

Das Buch hat ein ungewöhnliches Format, groß und fast quadratisch (23x26cm). Ich als Hobby-Fotografin war fasziniert von der Idee, mit Kind und Smartphone oder Tablet durch die Natur zu streifen. Die Frage heutzutage ist doch, wie kann ich medienaffine Kinder für die Natur begeistern? Wie kann ich sie von Playstation & Co weglocken nach draußen? Wandern mit den Eltern –  pah, langweilig. Aber mit Tablet und Smartphone könnte es einen gewissen Anreiz bieten.

Ich möchte kurz zu einer Erinnerung in meine Kindheit abschweifen. Ein für mich überraschendes  Konfirmationsgeschenk, das ich damals erhalten habe, war eine Spiegelreflex-Kamera. Für dieses Geschenk bin ich heute noch so dankbar, weil ich dadurch einen Blick für „Schönes und „Interessantes“ bekommen habe. Ich habe gelernt, genau hinzuschauen und kreativ zu denken. Heute fehlt mir leider die Zeit für dieses Hobby. Aber wäre es nicht eine wundervolle Idee, diese Erinnerung wieder neu zu beleben oder selber ein solches Geschenk zu übergeben? Zur Zeit finden Kommunionen und Konfirmationen statt, und da wäre es eine schöne Idee, dieses Buch hier zusammen mit einer Kamera, einem Tablet oder einem Smartphone zu verschenken, je nachdem,

wie groß der finanzielle Rahmen ist, aber im Notfall kann man ja auch ein Gemeinschaftsgeschenk daraus machen. Oder überhaupt, als Geburtstagsgeschenk, Weihnachtsgeschenk …

Nun wieder zurück zum Buch. Als ich es erhielt, war ich sehr erstaunt. Was mit Kreativität alles möglich ist! Draußen in der Natur. Das Buch ist eine Ideenschmiede für angehende Hobbyfotografen oder auch einfach nur eine sinnvolle und spaßige Freizeitbeschäftigung für Kinder. Das einzige Manko ist, dass man seinem Kind Smartphone und Tablet anvertrauen muss. Da heißt es Augen zu und durch. Oder die meisten Kinder ab spätestens 11/12 Jahren haben sowieso mindestens ein Smartphone.

Auf jeder Doppelseite  im Buch wird eine Idee präsentiert, es gibt Beispiele und „Spielanweisungen“ wie „So geht’s“ und „Du brauchst“. Zudem gibt es auf einigen Seiten auch kurze Texte mit Sachinformationen zu den Pflanzen. Die Fotos sind eigentlich selbsterklärend, da braucht es nicht viel Anweisung. Aber vielleicht möchte man als Elternteil ja eine „bestimmte Aufgabenstellung“ mitgeben. Und dafür gibt es zu jedem Thema eine Anweisung. Hier eine kleine Auswahl:

 

Nahaufnahmen:

z.B. von Blüten, macht jetzt im Frühling besonders Freude; Lerchensporn- und Buschwindröschen Ansammlungen mag ich besonders gern …

 

Faszinierende Farne:

Hier kann man phantastische Gebilde entdecken. Die Idee aus dem Buch lautet hierzu:

Zitat Seite 13: Fotografiere Farne und Knospen. Schau dir deine Fotos an. Gibt es Geschichten, die dir die Pflanzen erzählen? Drucke ein paar Bilder aus und erstelle eine Bildergeschichte. Schreib den Text als Geschichte, oder gestalte einen Comic …“

 

Muster, Farben, Strukturen, Linien, Adern

Arbeiten mit dem Zoom, Nahaufnahmen, entdecke Muster, Strukturen …

 

Die kleinen Wunder in der Stadt

Asphalt-Unkraut wird zum Mittelpunkt und zum Kunstwert, diese Idee ist wirklich überall zu bewerkstelligen und eine meiner Favoriten

 

Biophonie

Entdecke Klänge! Sehr interessant. Tonaufnahmen von verschieden Orten.

 

Weitere Iden, die mir sehr gut gefielen: Alles im Rahmen; Zeitraffer-App; Fotografieren mit Lupe; Ice-Art; Baumgesichter; Schattenwurf; Spiegelbilder; Unterwasser-Fotos (einfach mit sauberem Glas); Nachtfotos; Wolkenbilder; Schneebilder;

Feuerkäfer-Ansammlungen habe ich auch schon als Nahaufnahme fotografiert. Sehr wirkungsvoll und ich freue mich, diese Anregung hier ebenfalls zu finden.

 

Pilze: Die Pilze werden von unten (!) fotografiert, das gibt tolle Ergebnisse. Interessant in diesem Zusammenhang auch die Sporenmalerei, auf so eine Idee wäre ich nie gekommen. Zu sehen sind auch sogenannte Hexenringe, die, wie ich meine, eher selten zu finden sind, bzw. ich habe noch keinen gesehen. Leider.

 

Gefördert wird das achtsame umgehen mit der Natur. Werden Regentropfen, Tautropfen fotografiert, Klänge aufgenommen oder ähnliches, müssen sich die Kinder in Geduld üben. Zunächst aber wird das Auge geschult, interessante Objekte überhaupt erst einmal zu finden. Achtsam muss durch die Natur gestreift werden. Somit lassen sich auch schöne Gruppen- und Teamspiele gestalten, oder einfach ein schöner sinnvoller Nachmittag mit Freund oder Freundin verbringen.

Am Schluss des Buches gibt es Vorschläge, wie man seine „Ausbeute“ in einer Ausstellung präsentieren kann, es gibt App-Empfehlungen für verschiedenartigste Bearbeitungen und Aufnahmen, und schließlich informative Links und weitere Literatur zu diesem Thema.

Fazit:

Eine tolle Ideenschmiede für Kinder und Erwachsene, die Anreize für ein neues Hobby, für draußen zu spielen und für zum fotografieren schafft. Dazu bietet das Buch eine Fülle an Anregungen für ein aufmerksames und achtsames Handeln mit und in der Natur durch alle Jahreszeiten. Die vielen Ideen sind eine ganz tolle Inspiration für alle. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch auch in Schulprojekten eingesetzt werden könnte. Aber auch schon mit einer Kindergarten-Vorschulklasse in einer medienaffinen Kita könnte ein Projekt gestaltet werden. Aber am besten wirkt es, wenn die Suche nach Motiven einfach nur Spaß macht und das Wissen wie nebenbei erworben wird. Es gibt viele Bilder, die Texte sind einfach und kurz gehalten. So macht das Buch auch Kindern Spaß, sich selber Anregungen zu holen.

Auch wunderbar zum verschenken in Kombination mit Kamera, Smartphone und Tablet geeignet.

Sehr empfehlenswert!

An dieser Stelle muss ich auch noch geocaching erwähnen, ebenfalls ein Outdoorspaß!

Hier der Link zur Verlagsseite und zum Buch: http://www.haupt.ch/Verlag/Buecher/Natur/Natur-entdecken-mit-Kindern/Selfie-mit-Loewenzahn.html?cur=1&listtype=search&searchparam=Selfie%20mit%20L%C3%B6wenzahn

 

Heinlein, Sylvia – Die Superhelden und der Klub der Besten (Hör-CD)

Heinlein, Sylvia Die Superhelden und der Klub der Besten Gesprochen von Paul Stommel Eine Comic-Lesung Hör-CD 978-3-942175-50-0 Head-Room

Heinlein, Sylvia
Die Superhelden und der Klub der Besten
Gesprochen von Paul Stommel
Eine Comic-Lesung
Hör-CD
978-3-942175-50-0
Head-Room

Inhalt:

Wolle, Micki und Jonny haben einen Geheimklub: Sie sind „Die Besten“ und lieben Superhelden-Comics. Eines Tages kommen die drei einem großen Geheimnis auf die Spur und plötzlich stehen ihre Lieblings-Superhelden leibhaftig vor ihnen …

Die witzigen und schrägen Geschichten um die Superhelden Gigaman, Geckogirl und Starman setzt die Regisseurin und Produzentin Theresia Singer in eine packende Comic-Lesung um. Es macht Zack! Boing! Wusch! und Zing! und das Hören wird zu einem Comic-Abenteuer, in dem Träume plötzlich wirklich wahr werden.

Meine Meinung: Weiterlesen

Hagan-Guirey, Marc – Horrorgami

Hagan-Guirey, Marc Horrorgami 978-3-258-60138-0 Haupt Verlag

Hagan-Guirey, Marc
Horrorgami
978-3-258-60138-0
Haupt Verlag

Inhalt:

Horrorgami – der große Kirigami-Spaß für Kreativ- und Halloween-Partys.
Ein originelles Geschenkbuch für alle Horrorfilmfans.
Der neue Papiertrend: «Horrorgami» enthält Vorlagen und Anleitungen für 20 Kirigami-Modelle von Szenen aus berühmten Horrorfilmen. Denn mit Kirigami lassen sich herrlich schräge Pop-ups inszenieren. Kirigami ist eine Variation des Origami, die neben Falt- auch Schneidetechniken verwendet.
Der Einstieg in «Horrorgami» ist schrecklich einfach. Die Kirigami-Technik wird Schritt für Schritt erklärt und zu jedem der 20 Modelle gibt es eine Vorlage zum Heraustrennen. Für das eigene Kirigami-Modell muss nur noch entlang der Linien auf der Vorlagenrückseite geschnitten und entsprechend der Anleitung gefaltet werden. Papierkünstler benötigen dazu lediglich einen Bastelcutter, eine Schneidematte und ein Lineal. Zahlreiche Fotos illustrieren die einzelnen Arbeitsphasen bis hin zum fertigen Pop-up. Die Anleitungen bauen aufeinander auf und richten sich an Anfänger, Fortgeschrittene und Könner.

 

Meine Meinung:

Ganz signifikant fiel mir als erstes das Cover dieses Buches auf, ein Hingucker: das Werwolf-Motiv im Scheren-Schatten-Schnitt erinnerte mich etwas an eine bestimmte Kinder-Zeichentrick-Serie im Fernsehen. Daher auch meine Assoziation, das Buch könnte etwas für meinen 10-jährigen Sohn sein, dem es zur Zeit (Halloween) nicht „ungeheuerlich“ genug sein kann.

Ich gebe zu, ich sah den Titel und reimte mir den Rest zusammen und war dahingehend überrascht, als ich das Buch endlich in den Händen hielt. Das Soft-Cover-Feeling sprach mich überhaupt nicht an, und ich fand es schade, so eine so tolle Horrorgami-Illustration durch eine wie mir schien weniger wertige Umschlagsgestaltung zunichte gemacht wurde. Es fühlte sich nicht so an, wie ich es erwartet habe, allerdings gab der gelbe Mond dem Cover durch seine raue Oberfläche etwas Kontur.

Dann der erste Blick ins Buch: Phantastisch! Wie kann sich jemand solche Szenarien ausdenken? Wahnsinn. Der Autor erklärt es dann in seinem Vorwort: schon als kleiner Junge war seine Lieblingsbeschäftigung basteln und später kam noch ein Interesse an Architektur dazu.

Mein Lieblings-Horrorgami ist auch tatsächlich der Werwolf auf dem Cover. Allerdings fiel es mir schon schwer, mich zu entscheiden, weil irgendwie alle außergewöhnlich sind.

Das Buch folgt einem strukturierten Schema: auf jeder Seite wird zunächst links der Titel des Horrorgamis benannt, mit einer Beschreibung und bezugnehmend auf den Film (wenn es einen dazu gab), die Literatur oder aus persönlichen Erinnerungen, in dem die Szene vorkommt. Rechts wird das Horrorgami-Ergebnis präsentiert, gruselig schön ausgeleuchtet in verschiedenen Farbtönen. Auf der nächsten Seite links kann der Leser und Kreative genau schauen, wie das Horrorgami gefaltet, gefalzt, markiert und geschnitten werden muss. Rechts davon dann die Bastelvorlage, die man aus dem Buch heraustrennen muss. Es sind keine normalen Buchseiten, sondern eher dickere Papp-Seiten.

Das erste Motiv „sprang“ mich förmlich an, und übereifrig wollte ich sogleich starten, auch wenn ich einen kleinen Wiederwillen hegte, die Vorlage aus dem Buch herauszutrennen. So konnte ich nun auch verstehen, wieso man sich für ein Soft-Cover entschied. Es wäre auch zu schade, denn wenn alle Horrorgamis gefaltet sind, bleibt vom eigentlichen Buch nicht mehr viel übrig.

Deswegen beschloss ich auf den zweiten Blick, zunächst genau nachzulesen, was zu beachten ist und wofür überhaupt die roten und grünen Linien das sein sollten. Die Bedeutung dieser Markierung konnte ich leider nicht finden. Immer noch ungeduldig überflog ich das Vorwort und die Kurzanleitung und mir dämmerte, dass die Herstellung eines Horrorgamis doch nicht so einfach werden würde, wie gedacht.

Besonders gut aber gefielen mir die Beschreibungen der Szenerien und der persönliche, filmische oder literarische Bezug dazu. Diese Papier-Horrorgamis, die Ausleuchtung und die Fotos sind etwas ganz besonderes.

Gerade jetzt in der Halloween-Zeit könnte man sich mit älteren Kindern ab 10 Jahren, je nach Bastel-Vorkenntnissen und Geduldspegel, einen schön-schaurigen Halloween-Bastel-Abend machen. Oder auch eine Halloween-Bastel-Party für Erwachsene! Ganz wichtig: Nicht alle Motive sind vom Motiv her für 10-jährige geeignet (z.B. Galgenberg -Mann am Galgen) oder manche haben auch mal wirklich schaurige Titel. Aber in ganz vielen Motiven überwiegt die archetektonische Gestaltung und da hätte man dann Auswahl von z.B. Graf Draculas Schloss, Frankensteins Burg etc. Oder speziell z.B. „Von Außerirdischen entführt. Aber nochmal ganz klar: empfindlichen Naturen kann ich dieses Buch nicht zum Basteln mit ihren Kindern empfehlen. Auch will ich darauf hinweisen, dass diese Kunstwerke sehr filigran sind und auch eine gewisse Übung und Geduld voraussetzen. Und ganz wichtig: die passende Werkzeuge sollte man auch dazu haben. Ich habe z.B. vor längerer Zeit Radiergummi-Stempel-Schnitzerei betrieben und hatte davon noch kleine Werkzeuge parat. Das ging auch…

 

Fazit:

Hervorragende Papier-Adaptionen aus Horror- Film Szenerien, mit literarischen Bezügen oder zu persönlichen Erinnerungen wurden in Horrorgami umgesetzt. Die Fotos im Buch ergeben zusammen mit der farbigen Ausleuchtung großartige Kunstwerke.

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich kein Horror-Fan bin. Dennoch gefiel mir das Buch auch so gut, dass es mir fast zu schade war, die Vorlagen aus dem Buch herauszulösen. Allein die filmische, literarische und persönliche Bezugnahme und die künstlerische Umsetzung der einzelnen Horror-Szenen in Fotos mit den Gedanken des Autors versehen wären schon ein zweites Buch ohne Bastelbogen wert. Sozusagen ein künstlerisches Standartwerk im Horror-Genre.

Allerdings empfand ich die Bastelanleitung für Ungeübte oder Kinder schwierig umzusetzen. Man benötigt auf alle Fälle eine ruhige Hand und viel Geduld für die diffizilen Faltungen, Falzungen und Hebelungen.

Aber es genügt fürs erste auch schon, die vielen Horrorgamis im Buch anzuschauen und die Beschreibung und den Hintergrund zu lesen.

Für Horror-Fans, die schon alles haben, ein „Must have“. Und – als kreativer Anreiz gerade jetzt zur Halloween-Bastel-Zeit ziemlich perfekt für einen schaurigen Bastel-Abend.

Hessen, Martha – Hunde muss man nicht mögen

Heesen, Martha Hunde muss man nicht mögen ISBN: 978-3836957335

Heesen, Martha
Hunde muss man nicht mögen
ISBN: 978-3836957335

Inhalt:

Nenes Lieblingsplatz ist oben im Apfelbaum. Dort schmiedet sie zusammmen mit Coppe Pläne für ein Baumhaus. Doch dann hat der Nachbarsjunge einen Unfall, und als er endlich wieder aus dem Krankenhaus kommt, ist er nicht mehr derselbe. Das Baumhaus scheint er vergessen zu haben und alles dreht sich nur noch um Coppe und seinen neuen Hund Wolf.

An einem heißen Sommertag wird Wolf beim Baden im Fluss von der Strömung mitgerissen und verschwindet spurlos. In der Nacht hat Nene plötzlich eine Idee, wo der Hund sein könnte. Ganz alleine macht sie sich auf die Suche …

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Eifersucht, Angst und Vertrauen mit ausdrucksstarken Zeichnungen von Maja Bohn.

Meine Meinung:

Aufmerksam auf dieses Buch wurden mein Sohn und ich durch die Sendung „quergelesen“ im Kika (Kinder-Kanal ARD/ZDF).
Alleine der kongeniale Titel „Hunde muss man nicht mögen“ impliziert schon erste Anreize für eine eigenes „Kopfkino“.
Das Buch lässt sich für Kinder gut lesen, es gibt viele überschaubare Kapitel mit passenden Illustrationen, große Schrift und großer Zeilenabstand. Ein Buch auch für nicht so geübte Neunjährige Mädchen und Jungen. Das Lesealter wird vom Verlag für 9-11 Jährige empfohlen.
Die eindrückliche Geschichte handelt von einer Freundschaft zwischen einem Mädchen und einem Jungen, einer Entfremdung dieser Freundschaft durch einen schweren Unfall, die Wiederannährung der Freundschaft durch Überwindung von Ängsten und das eingestehen einer Teilschuld und zum Schluss einer weiter und neu entwickelten Freundschaft.
In den ersten zwei Kapiteln hatte ich (als Erwachsene) das kleine Problem, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Das lag für mich vor allem daran, dass der Leser von null-auf-hundert in die Geschichte einsteigt und an die im ersten Moment ungewöhnlichen Namen Coppe, Daaf, Mila und Nene. Daran gewöhnt man sich aber schnell und zusammen mit den Illustrationen ergibt sich eine spannende Geschichte über die wunderbare Kinder-Freundschaft von Nene und Coppe.
Jetzt zum Inhalt:
In den ersten zwei Kapiteln ist die Welt zwischen den Nachbarskindern, der neunjährigen Nene und dem ein halben Jahr jüngeren etwas tollpatschigen Coppe, noch in Ordnung. Die beiden planen ein Baumhaus zu bauen: Dafür wird ein Plan gemalt und das Material überlegt („…Nein, Nägel in den Baum schlagen das geht nicht!“). Coppe weiß, wo ein Wellblech liegt, und zieht Abends in der Dunkelheit los, um jenes zu holen. Dabei wird er von einem Motorradfahrer angefahren und schwer verletzt. Über die Zeit im Krankenhaus erfährt der Leser nur wenig, und Nene ist „sauer“, weil sie so lange Zeit ohne ihren Freund auskommen muss.
78 ½ Tage später kommt Coppe aus dem Krankenhaus nach Hause und für Nene und Coppe ist nichts mehr, wie es mal war, ja, Coppe hat sogar vergessen, dass sie ein Baumhaus wollten. Für Nene sieht Coppe auch nicht mehr wie Coppe aus. Jetzt steht ein Junge mit Igelhaarfriseur und langer Narbe von Stirn bis an die Wange vor ihr. Nele umarmt Coppe, aber dieser ist so steif wie eine Holzpuppe.
Ein paar Tage vergehen, und von der alten Freundschaft gibt es keine „Spur“ mehr, im Gegenteil, als Coppe als Überraschungs-Geschenk von seinen Eltern einen Hund namens Wolf bekommt, ist für Nene endgültig alles aus. Nene hat Angst vor Hunden.
Nene ist im Dilemma mit sich selber, sie versteht nicht, warum jetzt alles anders ist mit Coppe, sie will es nicht akzeptieren. Sie ist eifersüchtig auf Coppes Hund, sie will Coppe für sich allein und mit niemanden teilen müssen, auch nicht mit einem Hund. Denn Coppe ist jetzt oft mit Wolf zusammen. Nene denkt, dass Coppe den Hund lieber mag als sie. Und auch in die Schule darf Coppe Wolf mitnehmen, weil er den Unfall hatte. Coppe steht im Mittelpunkt, ist bei seinen Mitschülern beliebt.
Mitten in der Geschichte ist Nene so weit, dass sie sich von Coppe zurück zieht. Sie fühlt sich ambivalent, sie mag den alten Coppe, aber mit dem neuen Coppe und Wolf „kann sie nicht“. Die Erwachsenen merken auch, dass etwas nicht stimmt, und drängen Nene dazu, mit Coppe zu spielen.
Auf diese Weise ergibt sich irgendwann tatsächlich eine Annährung an die alte Freundschaft. Coppe erkennt, dass Nene Angst vor Wolf hat.
Irgendwann, es ist ein heißer Sommertag, überträgt Coppes Mutter die Verantwortung an Nene, als es den Kinder langweilig wird und sie außerhalb des geschützten Gartens spielen wollen. Nene soll auf Coppe und Wolf aufpassen. Weil es so heiß ist, beschließen sie an den Fluss zu gehen.
Dort wirft Coppe ein Stöckchen in den Fluss, Wolf springt nach und wird von der Strömung abgetrieben und kommt zunächst nicht zurück oder wird gefunden.
Alle geben Nene die Schuld, da sie ja auf die beiden aufpassen sollte. Nachts quält sich sie sich mit Schuldgefühlen, und schließlich hat sie eine Idee, wo Wolf sein könnte. Heimlich schleicht sie sich frühmorgens aus dem Haus, und es folgt eine spannende Schilderung, wie Nene im Dunklen am Flussufer im „Wasserwald“ nach Coppe sucht und ihn nach langer Suche endlich findet. Sie ist so erleichtert, dass sie Ihre Hunde-Angst überwindet und Wolf unter Aufbietung aller ihrer Kräfte zu Coppe zurück bringt.
Es gibt einige interessante Details in dieser Geschichte, so z.B. dass Nene nachdem sie Wolf gerettet hat, in Badeschaum gebadet wird, der nach Geißblatt duftet.
Durch die Rettung von Wolf entwickelt sich zwischen den Kindern eine neue Freundschaft, und am Schluss werden wieder Pläne für das Baumhaus geschmiedet, dieses mal mit Hundeaufzug.

Fazit:

Eine starke Geschichte über Freundschaft und Mut. Für Jungen und Mädchen gut zu lesen, sehr empfehlenswert vor allem, für Kinder die Hunde mögen. Ich würde auch sagen, ein Buch für Wenig-Leser, da eine große Schrift, großer Zeilenabsatz und viele Illustrationen die Geschichte auflockern.
Für das Schulprogramm Antolin ist das Buch ab 4. Klasse angegeben.
Auf den vorletzten Seiten des Buches werden in wunderbarer Art und Weise Autor, Illustratorin und Übersetzer in kurzen Worten vorgestellt, was mir als bibliophiler Erwachsener sehr entgegen kommt und auf evtl. Anschlussliteratur verweist. Ebenfalls werden vier weitere Bücher vorgestellt.

Meinung von meinem Sohn:

Leseanreiz bot hier ganz klar der Hund. Weil: Natürlich muss man Hunde mögen! Anders geht doch gar nicht. Das jedenfalls sagt mein Hunde liebender Sohn.
So fand er es auch etwas dumm von Coppe, als dieser das Stöckchen in den tiefen Fluss warf, denn „es weiß doch jeder, dass Hunde dem Stöcken nachlaufen“. Auch mein Sohn würde seinen Lieblingshund gerne mit in die Schule nehmen, so wie im Buch Coppe Wolf mitnehmen durfte.
Ach ja, das Baumhaus war natürlich auch wunderbar, welches Kind hätte nicht gerne ein Baumhaus.
Das einzige Manko an diesem Buch: es war ihm zu lang zum lesen gewesen.