Alison, Jennifer – Gilda Joyce in geheimer Mission

Alison, Jennifer Gilda Joyce in geheimer Mission ISBN 978-3570130858

Inhalt:
Die 13-jährige Gilda hat ein großes Ziel: parapsychologische Ermittlerin zu werden. Und da der Alltag trotz eifrigen Ausspionierens der Nachbarn ziemlich langweilig ist, quartiert sich Gilda während der Sommerferien kurzerhand bei ihrem Onkel in San Francisco ein. Ein lohnender Einfall, denn in dem alten viktorianischen Familiensitz scheint sich ein düsteres Geheimnis zu verbergen …

 

Meine Meinung:
Ein Kinderbuch das ich für unglaubliche 0,10€ auf dem Stadtbücherei-Flohmarkt gekauft habe!
Angesprochen hat mich auf alle Fälle als erstes das Cover, auf der Gilda Joyce an einer Schreibmaschine zu sehen ist. Irgendwie fand ich diese Illustration aufregend „vampir-isch“, vielleicht lag es an der blassen Gesichtsfarbe und den Schleifchen in den Haaren, die wie Knochen aussehen. Überhaupt, kommt sie der Gilda im Buch ziemlich nahe, so wie ich mir sie vorstelle.
Die kurze Inhaltsangabe auf der Rückseite empfand ich nicht sooo spannend, aber der Preis von zehn Cent und das neugierig machende Cover gaben dann den Ausschlag für die Kaufentscheidung.

Die Geschichte lässt sich einfach und schnell lesen. Gilda Joyce ist ein sympathisches, quirliges, und witziges Mädchen, das mit Beharrlichkeit ihrem „Fall“ auf der Spur bleibt. Sie selber nennt sich eine „parapsychologische Ermittlerin, kurz Psycho-Ermittlerin“. Dazu werden auch allerlei Geisterratgeber (Hellseher-Handbuch) zu Rate gezogen, und so wundert sich auch ihre entfernte Verwandtschaft in San Franzisco, wo sich Gilda praktischerweise für die Sommerferien selbst eingeladen hat, über dieses exzentrische Verhalten. Die Tochter des Hauses, ein introvertiertes Mädchen im selben Alter wie Gilda, taut so nach und nach auf und die beiden werden Freundinnen und lösen unter thriller-artigen Gruselmomenten „Gildas Fall“.

Fazit:
Gilda erinnerte mich teilweise an eine Serie für Erwachsene, in der die wesentlich ältere „Stephanie Plum“ (von Janet Evanovich) die Hauptrolle spielt. Auch ihre „Verhörmethoden“ sind peinlich, und sie tritt in einige/alle Fettnäpfchen.
Für Mädchen würde ich das Buch ab zehn Jahren empfehlen. Auch Erwachsene können Gilda Joyce lesen, und ich persönlich würde mich über eine Weiterentwicklung als Serie bis hin für junge Erwachsene freuen. Dazu habe ich sogar den Verlag angeschrieben, aber es ist leider keine Fortsetzung geplant.
Zur Zeit gibt es nur eine Fortsetzung auf Englich.
Das Buch gibt es nach heutigem Stand (29.9.15) der Dinge nur noch gebraucht zu kaufen.

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